Deutsche Bank – Verantwortung

Compliance: Bestimmungen und Standards regelkonform einhalten

Compliance in der verantwortungsvollen Unternehmensführung ist weit mehr als das Einhalten von Gesetzen, Vorschriften und Standards. Zusätzliche strikte Regeln und Leitsätze ziehen sich durch sämtliche Tätigkeitsbereiche der Deutschen Bank. Dadurch gewährleisten wir einen möglichst lückenlosen Schutz des Unternehmens, der Anleger, Kunden und Mitarbeiter.

Wir erwarten von allen Mitarbeitern der Deutschen Bank, dass sie unsere Compliance-Standards einhalten – durch ehrliches, verantwortungsbewusstes und integres Verhalten. Unser Verhaltenskodex (Code of Ethics) beschreibt die Werte und Standards für ethische Geschäftsführung und dient als Richtschnur bei all unsere Interaktionen – egal ob mit Kunden, Wettbewerbern, Geschäftspartnern, der Regierung und Regulierungsbehörden, Aktionären oder untereinander. Zugleich bildet er die Basis unserer Compliance-Grundsätze, die Mitarbeitern genaue Leitlinien für korrektes Verhalten zur Verfügung stellen. So wollen wir die Regelkonformität mit allen geltenden Gesetzen, Bestimmungen und Standards gewährleisten.

Um verantwortungsbewusstes Mitarbeiterverhalten zu fördern haben wir zum Beispiel unsere verpflichtenden Schulungen zu Compliance-Themen ausgebaut. Daneben wurde zur Unterstützung unserer Kontrollsysteme beispielsweise unser "Red Flag“-Überwachungssystem erheblich ausgebaut.

2013 absolvierten unsere Mitarbeiter 115.000 vorgeschriebene Schulungsmodule – nach 39.000 Modulen im Jahr 2012. Nimmt ein Mitarbeiter nicht an vorgeschriebenen Compliance-Schulungen teil, hat dies jetzt spürbare Konsequenzen im Hinblick auf die Vergütung. Das System meldet alle Verstöße gegen Compliance-Anforderungen in spezifischen Bereichen. Verletzungen von Richtlinien und Verfahren waren schon immer Gegenstand erheblicher disziplinarischer Maßnahmen. Diesen Ansatz haben wir verstärkt, indem wir die Ergebnisse der Kontrolle bei Entscheidungen des Managements zu Leistungsbeurteilung, Beförderung  und Vergütung berücksichtigen. Dies führte bereits zu einer spürbaren Verbesserung der Regelkonformität: Ende 2012 sind die "Red-Flag"-Vorfälle in unseren Abteilungen Corporate Banking and Securities und Global Transaction Banking im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent gesunken.

Unser Rahmenwerk zur Compliance-Kontrolle

Die Compliance Abteilung der Deutschen Bank ist unabhängig vom operativen Geschäft. Auf Basis unseres Rahmenwerks zur Compliance-Kontrolle schärfen wir in unseren operativen Geschäftsbereichen das Bewusstsein für Regelkonformität. Das Rahmenwerk legt die Aufgaben des Compliance-Bereichs ausführlich dar.

So ist das Compliance-Team insbesondere dafür zuständig:
  • die Geschäftsbereiche zu geltenden Gesetzen, Richtlinien, Standards und Regeln zu beraten und sie bei deren Einhaltung zu unterstützen;
  • Handelsgeschäfte, Transaktionen und Geschäftsverfahren zu überwachen, um mögliche Compliance-Risiken zu erkennen;
  • global oder lokal geltende Prinzipien, Standards und Richtlinien zur Compliance auszuarbeiten, sie zu kommunizieren und zu kontrollieren, inwieweit sie eingehalten werden;
  • bankinterne Listen von Projekten zu führen, bei denen besondere Achtsamkeit geboten ist (Watch- und Restricted-Listen);
  • dazu beizutragen, dass interne Vertraulichkeitsvorschriften („Chinese Walls“) eingehalten werden;
  • Maßnahmen im Rahmen des Anti-Geldwäsche-Programms durchzuführen;
  • sicherzustellen, dass Vorgänge, die einen Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung begründen, aufgedeckt und den Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden;
  • Mitarbeiter regelmäßig zu geltenden Vorschriften, Regeln und internen Standards zu schulen;
  • die Risikosteuerung zu koordinieren und das Management von Reputationsrisiken zu überwachen;
  • sich täglich mit Regulierungsbehörden in aller Welt auszutauschen.
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„Wir investieren 1 Mrd €, um unsere Systeme und Kontrollen bis 2015 zu ver­stär­ken und an re­gu­la­to­rische Veränderungen an­zu­pas­sen. 2013 haben wir unsere Compliance-Ab­tei­lung bereits um rund 200 Mitarbeiter verstärkt. 2014 soll nochmals eine ver­gleich­bare Zahl an Mit­ar­bei­tern hin­zu­kom­men.”

Jürgen Fitschen Co-Vorsitzender des Vorstands, im Februar 2014

Verpflichtende Schulungen

115.000 vor­ge­schrie­be­ne Schu­lungs­module

zu Compliance-Themen haben unsere Mitarbeiter im Jahr 2013 absolviert

Compliance und Anti-Geldwäsche-Programm

Mit unserem Anti-Geldwäsche-Programm unterstützen wir die internationalen Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche (Anti-money Laundering, AML), Terrorismusfinanzierung und andere kriminelle Handlungen. Im Rahmen des Programms überprüfen wir Kunden und laufende Transaktionen mithilfe gründlicher Verfahren und automatisierter Filter- und Überwachungssysteme.

Der Anti-Geldwäsche-Standard der Deutschen Bank entspricht dem deutschen Geldwäsche-Gesetz und den Richtlinien der deutschen Bankenaufsicht. Er orientiert sich zudem an den Empfehlungen der Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF).

Unsere Anti-Geldwäsche-Vorgaben gelten weltweit für sämtliche Geschäftseinheiten der Bank, unabhängig von ihrer geografischen Lage. Alle unsere Mitarbeiter und Führungskräfte sind aufgefordert, sie einzuhalten, um zu verhindern, dass unser Name oder unsere Produkte und Services für Geldwäschezwecke missbraucht werden. Um sicher zu sein, dass wir stets die bestmöglichen Praktiken anwenden, überprüfen wir laufend unsere Ziele und Strategien zur Vermeidung von Geldwäsche. Was wir gegen Korruption unternehmen.

Die Deutsche Bank hat sich im Rahmen ihres Compliance-Programms verpflichtet, alle lokalen und internationalen Gesetze zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung im vollen Umfang zu befolgen. Unseren Mitarbeitern und Führungskräften ist es strikt untersagt, Bestechungsgelder anzunehmen, anzubieten, zu zahlen, zu genehmigen oder in anderer Form korrupte Angebote zu machen. Die Bank erwartet zudem, dass alle geschäftlichen Prozesse transparent und integer ablaufen. Damit wollen wir vermeiden, dass Mitarbeiter oder Dritte, mit denen wir Geschäftsbeziehungen pflegen, ungerechtfertigte Vorteile erhalten oder auch nur der Anschein eines fragwürdigen Verhaltens entsteht.

Um all dies sicherzustellen, hat die Deutsche Bank eine Anti-Korruptions-Richtlinie ausgearbeitet und unterstützt entsprechende Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • die entsprechenden Compliance-Mitarbeiterschulungen,
  • die Erfassung und Überwachung von Geschenken und Einladungen,
  • eine weltweite „Whistleblowing-Hotline“, über die Verdachtsfälle anonym gemeldet werden können,
  • risikobasierte Verfahren zur Überwachung Dritter.

Compliance bekämpft Finanzkriminalität

Die Deutsche Bank will das Risiko von Finanzkriminalität wirksam eindämmen. Dazu haben wir ein konzernweites Aufsichts- und Kontrollgremium eingerichtet, das Anti Financial Crime Committee (AFCC). Zu seinen Aufgaben gehört es, Regelkonformität sicherzustellen, kriminelle Handlungen zu verhindern oder sie aufzudecken und zu untersuchen – vom Betrug über Geldwäsche und Insiderhandel bis hin zum Datendiebstahl. Das Komitee prüft und beurteilt alle Risiken im Zusammenhang mit derartigen Handlungen innerhalb der Deutsche Bank Gruppe.

Compliance und Neukunden

Um eine umfassende Compliance zu ermöglichen, haben wir wirkungsvolle Verfahren zur Beurteilung von Kunden (Know-Your-Customer, KYC) und einen Prozess zur Neu-Kundenannahme entwickelt. Sie helfen uns ebenfalls, Risiken der Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderer wirtschaftskrimineller Handlungen zu minimieren. Unsere KYC-Verfahren, verankert in der KYC-Policy, beginnen mit einem intensiven Prozess vor der Annahme eines Kunden und setzen sich in regelmäßigen Überprüfungen fort. Sie betreffen nicht nur Personen und Körperschaften, die unsere direkten Geschäftspartner sind oder werden könnten. Vielmehr gelten sie auch für jene, die hinter diesen stehen oder indirekte Verbindungen zu ihnen pflegen.

Wie wir neue Produkte prüfen und genehmigen

Unser New Product Approval (NPA) legt fest, wie neue Geschäftsideen und Produkte oder auch Veränderungen im bestehenden Geschäft in der Deutschen Bank vor der Einführung zu prüfen und zu genehmigen sind. Es ist zudem ein wichtiges Element unseres Risikomanagements.

Datenschutz: Missbrauch verhindern, Selbstbestimmungsrechte wahren

Für den Datenschutz in unserem Tagesgeschäft gelten umfangreiche Richtlinien, Regeln, Standards und Prozesse. Sie stellen sicher, dass alle einschlägigen gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, wobei diese je nach Land unterschiedlich aussehen können.

Vorbeugende Maßnahmen und gründliche Kontrollen helfen, einen Verlust von Daten zu verhindern und Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen zu unterbinden. Beschwerden gehen wir stets gründlich nach. Um das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für den Datenschutz zu schärfen und sicherzustellen, dass alle Vorschriften eingehalten werden, führen wir regelmäßig Schulungen durch.

Der Bereich Group Data Protection (GDP) koordiniert, beurteilt und überwacht unsere Praktiken auf diesem Gebiet. Er arbeitet dabei eng mit einem Netz weltweiter Datenschutzexperten unserer Bank zusammen.

Die Europäische Union plant gegenwärtig eine Überarbeitung ihrer Datenschutzrichtlinie. Die Deutsche Bank hat wesentliche Elemente des hierbei diskutierten Verantwortlichkeitsprinzips bereits umgesetzt.

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Ob in den Bereichen Geldwäsche, Korruption oder Finanzkriminalität – das Compliance-Managementsystem der Deutschen Bank ist auf strikte Regelkonformität ausgerichtet und zeigt bereits seit Jahren gute Ergebnisse.

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