01. April, 2014

Finanzielle Expertise im Dienste der Umwelt: Deutsche Bank unterstützt Unilever bei der Emission einer bahnbrechenden „grünen“ Anleihe

Die Anleihe trägt zur Finanzierung von Projekten für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Wassereffizienz an fünf Produktionsstandorten von Unilever bei.

Der Konsumgüterproduzent Unilever hat eine festverzinsliche Anleihe mit einer Laufzeit von 4 Jahren, einem Volumen von 250 Millionen Pfund Sterling und einem Zinssatz von 2% aufgelegt. Dabei handelt es sich um die erste „grüne“ Anleihe, deren Erlös für interne Energieeffizienzinvestitionen eines Unternehmens bestimmt ist. Die Deutsche Bank agierte dabei als Joint Lead Manager; unser Geschäftsbereich Global Transaction Banking erbrachte Leistungen als Principal Paying Agent.

Jamie Stuart, als Head of UK Debt Origination zuständig für Fremdkapitalbeschaffung, erläuterte: „Immer mehr Anleger und Unternehmenskunden sehen ‚grüne‘ Anleihen gewissermaßen als Ehrenzeichen an. Solche Papiere belegen, dass sich die Emittenten um Nachhaltigkeit bemühen. Als Deutsche Bank wiederum legen wir Wert darauf, unsere finanzielle Expertise auch im Dienste der Umwelt einzusetzen.“

Green Bonds Principles: Leitlinien für „grüne“ Anleihen

Die Deutsche Bank und 12 weitere Finanzinstitute haben die so genannten „Green Bond Principles“ veröffentlicht, die sicherstellen sollen, dass die durch eine grüne Anleihe aufgebrachten Mittel im Einklang mit bestimmten Standards eingesetzt werden. Gemäß diesen Prinzipien hat Unilever auf seiner Internetseite erläutert, wie das Kapital verwendet werden soll und welche Umwelt-Mindeststandards erfüllt sein müssen. Das Unternehmen wird jährlich berichten, ob die mit Hilfe der grünen Anleihe finanzierten Projekte wie geplant die CO2-Emissionen bzw. den Wasserverbrauch um 50% (neue Projekte) bzw. 30% (Nachrüstungsvorhaben) verringern, wobei das Jahr 2008 als Basisjahr dient. Unilever hat außerdem eine Stellungnahme des Umwelt-Beratungsunternehmens DNV GL dazu veröffentlicht, ob die Anleihe den Kriterien entspricht.

Die durch die Anleihe aufgebrachten Mittel sollen zur Finanzierung von Projekten in einer Flüssigwaschmittelfabrik in Johannesburg (Südafrika), einer Waschpulverfabrik in Sichuan (China), einer Fabrik für Haushaltsprodukte und Kosmetika in Selcuklu-Konya (Türkei) und einer Eiscremefabrik in Johannesburg (Südafrika) sowie zum Ausbau einer Fabrik für Brotaufstriche in Kansas (USA) und des „Lean & Green Freezer“-Projekts für Kühlschränke in der Türkei, Russland und den USA dienen.

Die Anleihe war innerhalb von drei Stunden mehr als dreifach überzeichnet. Über 100 Anleger erwarben das Papier, wobei mehrere von ihnen zum ersten Mal in eine Unilever-Anleihe investierten. Neben der Deutschen Bank waren Banco Santander, Citigroup und Morgan Stanley an der Transaktion beteiligt.

Ein wachsender Markt

Der Markt für grüne Anleihen wächst rasch. Die Deutsche Bank ist daher zunehmend an der Emission grüner Anleihen beteiligt:

Unilever

„Immer mehr Anleger und Unternehmenskunden sehen ‚grüne‘ Anleihen gewissermaßen als Ehrenzeichen an. Solche Papiere belegen, dass sich die Emittenten um Nachhaltigkeit bemühen.”

Jamie Stuart als Head of UK Debt Origination zuständig für Fremdkapitalbeschaffung

Umwelt-Mindeststandards

Um bis zu 50%

sollen sich bei den mit Hilfe der grünen Anleihe finanzierten Projekten die CO2-Emissionen und der Wasserverbrauch verringern

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