5. Mai 2014

Rentable Finanzierung von sauberen Technologien in Entwicklungsländern: Bericht des Global Climate Partnership Fund

Der von der Deutschen Asset and Wealth Management verwaltete Global Climate Partnership Fund (GCPF) blickt in seinem neuesten Jahresbericht auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem er wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Projekte in Entwicklungsländern finanziert hat: ein starkes Beispiel für internationale Klimaschutzfinanzierung.

Die Gesamtinvestitionen des GCPF (ausgereichtes und zugesagtes Kapital) stiegen um 45% auf 228 Mio. US-Dollar an. Bei diesen Investitionen handelt es sich vor allem um Kredite an lokale Banken in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Aufgrund dieser Investitionen und der technischen Unterstützungsfazilität des Fonds verfügen die lokalen Finanzinstitute über größere Kapazitäten, um Kredite an lokale Projekte zur Verminderung von CO2-Emissionen auszureichen. Im Durchschnitt führten die finanzierten Projekte zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 42% - deutlich mehr als die vom Fonds angestrebten minimalen CO2-Einsparungen in Höhe von 20%.

Hier einige Beispiele für lokale Projekte, die auf diese Weise unterstützt wurden:

  • In der Ukraine reichte die Ukrexim Bank Kredite an zehn Projekte aus, darunter ein Solarkraftwerk in der Region Winnyzja
  • In Ekuador stellte die Banco Pichincha Verbraucherkredite in Höhe von insgesamt über vier Millionen US-Dollar bereit, so dass Hunderte Familien energieeffizientere Kühlschränke und Haushaltsgeräte anschaffen konnten
  • In Brasilien vergab die Banco Pine einen Kredit in Höhe von 5 Mio. US-Dollar an den Fliesenhersteller Portobello. Das Unternehmen ersetzte seine alten Rollenöfen durch effizientere europäische Öfen und konnte so die Emissionen um 25% reduzieren und den Energieverbrauch senken.
  • In der Türkei reichte die Sekerbank 239 Kredite an die Eigentümer von Mietshäusern sowie an einzelne Haushalte aus, die zur Verbesserung der Gebäudeisolierung verwendet wurden.

Außerdem wurden erstrangige Kredite an die Banco de la Producción in Nicaragua, die XacBank in der Mongolei, die Vietinbank in Vietnam, die PanAsia Bank in Sri Lanka und die Ratnakar Bank in Indien vergeben. Darüber hinaus nahm der Fonds zwei Direktinvestitionen in Südafrika vor. Ein nachrangiger Kredit wurde an Hidoplex ausgereicht, ein Unternehmen, das energieeffiziente Technologien im Telekommunikationssektor installiert. Außerdem wurde eine Kreditfinanzierung für ein Photovoltaikkraftwerk in der Chrom-Mine Cronimet durchgeführt.

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Der Fonds will nicht in Bereichen tätig werden, in denen der private Sektor den Finanzierungsbedarf für nachhaltige Energieinvestitionen bereits decken kann, und will auch nicht mit subventionierten Investitionen konkurrieren. Er will vielmehr in denjenigen Bereichen Finanzmittel bereitstellen, deren Potenzial nicht durch Subventionen erschlossen werden muss, die aber derzeit nicht in hinreichendem Umfang durch den privaten Sektor abgedeckt werden. 

Erfolgreiches Public-Private-Partnership für internationale Klimaschutzfinanzierung

Der Fonds ist als öffentlich-private Partnerschaft strukturiert, so dass staatliche Finanzmittel als Katalysator für private Investitionen dienen können. Der erste private Investor (ein deutscher Pensionsfonds für Ärzte) legte im Jahr 2012 30 Mio. US-Dollar im Fonds an. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erhöhte seine Investition um 13,6 Mio. US-Dollar auf 55,5 Mio. US-Dollar, und das britische Department of Energy und Climate Change stieg mit 50 Mio. US-Dollar ein. Diese Investitionen des öffentlichen Sektors dienen als Risikopuffer und ermöglichen ein weiteres Wachstum des Fonds. Insgesamt verfügt der Fonds über zugesagte Finanzmittel in Höhe von 326 Mio. US-Dollar. Das Zwischenziel für das Fondsvolumen liegt bei 500 Mio. US-Dollar, es gibt aber keine Obergrenze für das endgültige Volumen. Der Fonds ist ein gutes Beispiel für internationale Klimaschutzfinanzierung und das international verfolgte Ziel, den Entwicklungsländern finanzielle Unterstützung in Höhe von 100 Mrd. US-Dollar zur Verfügung zu stellen.

Höchste Standards für das Management gesellschaftlicher und ökologischer Risiken

Der GCPF soll die höchsten gängigen Standards für das Management gesellschaftlicher und ökologischer Risiken erfüllen. Im vergangenen Jahr belegte ein Audit, dass das soziale und Umwelt-Management-System des Fonds ordnungsgemäß ohne wesentliche Lücken umgesetzt wird.

Der Fonds ist außerdem ein Beispiel für den wachsenden Markt für „Impact Investing“, denn er will finanzielle Renditen erwirtschaften und zugleich einen messbaren Nutzen für die Umwelt und/oder die Gesellschaft stiften. Im Jahr 2013 konnte der GCPF im zweiten Jahr in Folge neben der angestrebten Dividende eine Zusatzdividende an seine Anteilseigner ausschütten, was seine anhaltende Rentabilität belegt.

Die Fonds der Sustainable Investments Group

Der GCPF wird zusammen mit mehreren anderen Fonds von der Sustainable Investments Group des Bereichs Alternatives and Real Assets bei Deutsche Asset and Wealth Management verwaltet; insgesamt belaufen sich die Assets under Management dieser Fonds auf 1,1 Mrd. Euro. Es handelt sich dabei unter anderem um die folgenden Fonds:

Internationale Klimaschutzfinanzierung

326 Mio. US-Dollar

zugesagte Finanzmittel stehen dem Fonds insgesamt zur Verfügung

Investieren und Nutzen stiften

Der Global Climate Partnership Fund ist ein Beispiel für den wachsenden Markt für „Impact Investing“, denn er will finanzielle Renditen erwirtschaften und zugleich einen messbaren Nutzen für die Umwelt und/oder die Gesellschaft stiften.

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