Deutsche Bank – Verantwortung

Governance: Verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmensführung

Nachhaltige Unternehmensführung bei der Lenkung eines weltweit aktiven Konzerns wie der Deutschen Bank setzt ein wirksames System der Steuerung und Kontrolle voraus. In unserer Bank haben wir dazu differenzierte Prozesse und Strukturen etabliert. Sie bilden unser Fundament für die verantwortungsvolle Leitung des Unternehmens.

Internationale Standards

Unsere nachhaltige Unternehmensführung entspricht hohen internationalen Standards. Sie richtet sich nach den allgemeinen rechtlichen Bestimmungen sowie dem Börsengesetz Deutschlands und der USA.

Freiwillige Verpflichtungen stärken die nachhaltige Unternehmensführung

Darüber hinaus halten wir uns an weitreichende freiwillige Verpflichtungen. Dazu zählen vor allem

  • die Weltbankstandards
  • die OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen
  • die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
  • die Prinzipien des UN Global Compact
  • die UN-Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren (UN Principles for Responsible Investment, PRI)
  • die Prinzipien der Finanzinitiative des United Nations Environment Programme (UNEP FI)
  • Embargo-Vereinbarungen

Vereinbarungen wie zum Beispiel der Global Compact der Vereinten Nationen umfassen auch die Wahrung der Menschenrechte oder setzen sie als grundlegend voraus. Die Deutsche Bank hat diesem Thema in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für uns auch, Richtlinien und Prozesse zu entwickeln, die Menschenrechtskriterien in unser Risikomanagement integrieren.

„Wir erwarten vollständige Integrität beim Handel und die Wahrung der Interessen unserer Kunden. Wir garantieren den Aufbau eines langfristigen und nachhaltigen Geschäftsmodells und die disziplinierte Nutzung knapper Ressourcen. Und wir erwarten, dass wir als echtes Team zusammenarbeiten. In der Art und Weise, wie wir unsere Mitarbeiter führen, schulen, bezahlen und befördern, sind diese Werte mehr denn je verankert.”

Jürgen Fitschen und Anshu Jain Co-Vorsitzende des Vorstands, bei der Jahrespressekonferenz am 31. Januar 2013

Corporate Governance – Funktionen von Aufsichtsrat und
Vorstand

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Werte und Prinzipien

Um den Vertrauensverlust im Nachgang der Finanzkrise umzukehren, haben wir einen Wandel unserer Unternehmenskultur angestoßen und eine nachhaltige Unternehmensführung gestärkt. Verantwortlichkeit steht im Fokus unseres Handelns. Die Beurteilung unserer Mitarbeiter bemisst sich an der langfristigen Orientierung ihrer Entscheidungen.

Wir legen großen Wert auf eine positive Compliance-Kultur: Von unseren Mitarbeitern erwarten wir, dass sie sich jederzeit verantwortungsvoll, aufrichtig und integer verhalten. Unser Verhaltens- und Ethikkodex beschreibt unsere Werte und Mindestanforderungen an ein ethisches Geschäftsgebaren. Sie gelten für den Umgang unter Kollegen ebenso wie im Kontakt mit Kunden, Geschäftspartnern, Wettbewerbern, Behörden und Anteilseignern. Der Ethikkodex bildet zudem den Kern unserer Policies, die festlegen, wie sich Mitarbeiter und Führungskräfte zu verhalten haben, um geltende Gesetze und Vorschriften zuverlässig einzuhalten.

Selbstverständlich ist auch jede Form korrupten Verhaltens unseren Mitarbeitern untersagt. Sie dürfen keinerlei Bestechungsgelder annehmen, anbieten, bezahlen oder genehmigen. Unsere Richtlinie zur Vermeidung von Korruption hält unsere Grundsätze fest. Wir erfassen Geschenke,, haben eine weltweite Hotline für Hinweise auf Regelverstöße eingerichtet, lassen risikobasierte Überprüfungen durch unabhängige Dritte durchführen und schulen unsere Mitarbeiter.

2012 haben wir die Anzahl unserer verpflichtenden Compliance-Schulungen stark erweitert. Auch unsere externen Berater, Vertragspartner und Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen sind verpflichtet, die Trainings zu absolvieren. Ein besonderes Augenmerk widmen wir der Stärkung unserer Risikokultur und haben hierzu spezielle Maßnahmen in unseren Schulungskatalog aufgenommen. Alle Geschäftsbereiche der Bank werden in unser Schulungsprogramm zur Compliance und Risikokultur einbezogen. Neuen Mitarbeitern werden darüber hinaus systematisch Einführungslehrgänge angeboten, die lokale und abteilungsrelevante Inhalte ebenso abdecken wie konzernübergreifende Themen.

Nachhaltige Unternehmensführung umfasst interne Leitlinien

Um unser Unternehmen stärker auf das Leitbild der Nachhaltigkeit hin auszurichten, haben wir eine Nachhaltigkeitspolicy definiert. Sie dient uns als Grundlage, um über Organe wie die Sustainability Boards unserer Geschäftseinheiten oder das Responsible Banking Committee unseres Bereichs Privat- und Geschäftskunden nachhaltiges Handeln in der Bank zu verankern und voranzutreiben.

Im Kerngeschäft sorgen wir mit Vorgaben wie unseren ESG-Richtlinien dafür, dass Umweltkriterien, soziale Kriterien sowie Kriterien einer nachhaltigen Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance – ESG) berücksichtigt werden.

Wir verpflichten uns, strenge Richtlinien zur Verhinderung von Geldwäsche (Anti-Money Laundering, AML) einzuhalten. Dazu zählen zum Beispiel die Weisungen der Financial Action Task Force. Unsere Führungskräfte und Mitarbeiter sind angehalten, diese Standards strikt einzuhalten und eine Verwendung unserer Produkte und Dienstleistungen für Zwecke der Geldwäsche zu unterbinden. Unsere AML-Standards entsprechen dem deutschen Geldwäschegesetz und den Richtlinien der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie gelten für alle Einheiten und Standorte der Bank. Wir überprüfen unseren Anti-Geldwäsche-Ansatz und die damit verbundenen Ziele und Maßnahmen regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie dem neuesten Stand entsprechen.

Unser „Know Your Customer“(KYC)-Prozess trägt dazu bei, die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben zur Verhinderung von Geldwäsche einzuhalten und die Bank gegen Aktivitäten in Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderen wirtschaftskriminellen Handlungen zu schützen. Unsere KYC-Richtlinie gibt vor, wie Risiken zu prüfen sind, die von neuen oder bestehenden Kundenbeziehungen ausgehen können. Dazu gehören auch Prüfungs- und Eskalationsprozesse in Bezug auf politisch exponierte Personen.

Nachhaltigkeit steuern und vorantreiben

Seit 1999 verfügen wir über ein konzernweites Nachhaltigkeits-Management-System, das nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert ist und auch gesellschaftlich-soziale und Governance-Aspekte integriert. 2012 wurden wir erneut für drei Jahre rezertifiziert.

Koordiniert werden unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen von der Konzernbeauftragten für Nachhaltigkeit gemeinsam mit den weltweit basierten Nachhaltigkeitsbeauftragten unserer Geschäftsbereiche und Infrastruktureinheiten. Außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende des bereichsübergreifenden Environmental Steering Committee und im Group Reputational Risk Committee für Fragen der Nachhaltigkeit zuständig.

Unsere Geschäftseinheiten haben darüber hinaus jeweils spezifische Governance-Strukturen. So setzte unser Privatkundengeschäft 2012 ein Responsible Business Committee ein, im selben Jahr etablierte unser Geschäftsbereich für Vermögensverwaltung ein europäisches ESG Steering Committee. Durch die verschiedenen Maßnahmen stärken wir die verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmensführung und kommen so unserer Verpflichtung als weltweit agierender Konzern nach.

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