Kohlekraftwerke und -bergbau

Die Deutsche Bank unterstützt ein insgesamt ausgewogenes Energiekonzept und berücksichtigt dabei sowohl wirtschafliche als auch ökologische und soziale Aspekte bei einer gleichzeitig zukunftsweisenden Ausrichtung.

Bergbau

Kohlebergbau

Erneuerbare Energien sind sehr wichtig, um die globale Erwärmung zu bekämpfen und wir unterstützen verschiedenste Aktivitäten in diesem Geschäftsfeld. Dennoch ist es derzeit noch nicht möglich, den erheblichen weltweiten Energiebedarf alleine durch erneuerbare Energien abzudecken. Daher finanzieren wir ein diversifiziertes Spektrum an Technologien zur Energiegewinnung.

Vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs müssen wir allerdings auch einräumen, dass sich in einigen Regionen der Welt die Nutzung von Kohle nicht vermeiden lässt. Sofern wir in entsprechende Transaktionen involviert sind, stellen wir sicher, dass die aktuellsten Technologien genutzt und somit die höchsten Effizienzwerte erreicht werden.

Die Deutsche Bank stellt keine direkte Finanzierung für „Mountain Top Removal“ zur Verfügung oder ist direkt in das Geschäft eingebunden, außer durch die Bereitstellung von Kreditunterstützung für „Reclamation Bonds“ (etwa Rekultivierungsanleihen), welche finanzielle Mittel zur Wiederherstellung der geschädigten Landschaft sicherstellen. Die Kreditunterstützung für „Reclamation Bonds“, die zu Gunsten des Bundesstaates ausgegeben werden, in dem das Bergwerk liegt, sorgt dafür, dass die gesetzlich geforderten finanziellen Mittel für die Wiederherstellung der Landschaft verfügbar sind. Mit diesen Transaktionen stellen wir sicher, dass der Kunde eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt der Genehmigung für das „Mountain Top Removal“-Projekt erfüllen kann und für die Auswirkungen auf die Umwelt einen Ausgleich schafft.

Die Deutsche Bank wird von BankTrack im Bericht “Banking on Coal” vom Dezember 2014 als #10 der Kohlebanken gelistet; warum unterstützt sie weiterhin diese Industrie?

Die Deutsche Bank unterstützt die Umsetzung eines ausgewogenen und zukunftsorientierten globalen Energiesystems, das neben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte berücksichtigt.

Derzeit ist es noch nicht möglich, den erheblichen weltweiten Energiebedarf allein durch erneuerbare Energiequellen zu decken. Aus diesem Grund werden wir auch weiterhin eine große Bandbreite an Technologien für die Energiegewinnung finanzieren. Vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs lässt sich in einigen Regionen der Welt die Nutzung von Kohle jedoch nicht vermeiden.

Alle Transaktionen, bei denen wir Finanzierungslösungen für den Bau neuer oder den Ausbau bestehender Kohlekraftwerke anbieten, müssen einer gründlichen Prüfung in Bezug auf die ökologischen und sozialen Aspekte unterzogen werden. Ferner ist unter Umständen eine Überprüfung im zuständigen regionalen Reputationsrisikokomitee erforderlich.

Unsere Due Diligence-Prüfung ökologischer und sozialer Risiken berücksichtigt folgende Aspekte:

  • Aktuelle Energiesituation der Region sowie künftiger Energiebedarf,
  • Energiestrategie der lokalen Regierung, einschließlich der Ziele für die Stromerzeugung,
  • CO2-Kontext der Region,
  • Verfügbarkeit alternativer Brennstoffe und Studien/Analysen zur Bewertung der Optionen,
  • Eingesetzte Technologien und Emissionsleistung des Projekts, vor allem ob dieses auf die Nutzung der am besten geeigneten Technologien ausgerichtet ist, um hohe Effizienzwerte zu erreichen und damit die Treibhausgasemissionen zu verringern (zusätzlich Benchmarking mit den aktuellen Durchschnittsemissionen des Landes).

Für bestimmte Entwicklungsländer werden zusätzlich die Screening-Kriterien der Weltbank als Leitlinien für die Überprüfung angewandt.

Wie kann sich die Deutsche Bank trotz der kontroversen Auswirkungen auf Umwelt und die Gesellschaft an Geschäften im Bergbausektor beteiligen?

Alle Transaktionen, die Finanzdienstleistungen für die Bergbaubranche beinhalten (Abbau von Mineralien und Metallen sowie damit verbundene Aktivitäten), erfordern eine erweiterte Due Diligence-Prüfung in Bezug auf ökologische und soziale Risiken. Sofern erforderlich, werden Transaktionen, bei denen Finanzdienstleistungen für neue Bergbauprojekte (Greenfield-Projekte) erbracht werden, dem zuständigen regionalen Reputationsrisikokomitee zur Überprüfung vorgestellt.

Die Due Diligence-Prüfung zu ökologischen und sozialen Aspekten von Bergbautransaktionen fokussiert sich auf folgende Kriterien:

  • Einhaltung lokal geltender ökologischer und sozialer Gesetze und Vorschriften sowie Vorliegen aller notwendigen Genehmigungen,
  • Qualität von Risiko-Management-Systemen zur Steuerung ökologischer & sozialer Risiken, einschließlich einer Governance-Struktur, Richtlinien und Leistungskennzahlen, z. B. zu Treibhausgasemissionen und Energieeffizienz, Erfolgsbilanz beim Management von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken etc.,
  • Transparenz bei der Einbindung von Stakeholdern und Beitrag zur Entwicklung lokaler Gemeinschaften,
  • Transparenz zu wesentlichen, mit dem Kunden in Zusammenhang stehenden ökologischen und sozialen Problemstellungen, einschließlich Sicherheits- und Governancethemen, sowie Ansatz zu deren Lösung,
  • Die Beurteilung ökologischer und sozialer Risiken umfasst darüber hinaus und bei Bedarf, ob und inwieweit Kunden folgende Best Practice-Verfahren/-Standards berücksichtigen:
    • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen,
    • Performance Standards der International Finance Corporation (IFC),
    • General Environmental, Health, and Safety (EHS) Guidelines von Weltbank/IFC,
    • EHS Guidelines for Mining von Weltbank/IFC,
    • Sustainable Development Principles des International Council on Mining and Metals,
    • Voluntary Principles on Security and Human Rights.

Durch den aktiven Austausch mit unseren Kunden ermutigen wir diese, bewährte Branchenverfahren anzuwenden.

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Kohlebergbau

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