Schiefergas

Die Möglichkeit, Schiefergas über Fracking zu fördern, verdoppelt das geschätzte Volumen der weltweiten Gasvorkommen. Die Zunahme der Schiefergasproduktion trägt damit zur Energiesicherheit bei und lässt die Energiepreise sinken. Das begünstigt das weltweite Wirtschaftswachstum. Zudem ist Schiefergas der kohlenstoffärmste fossile Brennstoff und nimmt eine wichtige Brückenfunktion in der Energieversorgung ein, bis sich CO2-ärmere Energiequellen durchgesetzt haben.

Schiefergas

Kritiker sehen jedoch auch eine Reihe potenziell negativer Auswirkungen:

  • Es wird befürchtet, dass durch FrackingWasservorräte aufgebraucht oder kontaminiert, lokale Gemeinschaften zerstört und Erdbeben begünstigt werden.
  • Die Förderung von Schiefergas kann durch die Substitution klimaschädlicher Brennstoff e zur Reduzierung der gesamten CO2-Emissionen beitragen. Dieser Effekt könnte jedoch durch das Freiwerden anderer Klimagase wie Methan verwässert oder gar eliminiert werden.
  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien könnte sich verlangsamen.
  • Die erhöhte Energiesicherheit in den USA könnte starke geopolitische Auswirkungen mit sich bringen.

Unsere Schlussfolgerungen

Unabhängige Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Fracking stehen derzeit noch aus. So ist zum Beispiel noch ungeklärt, welche Folgen das Freiwerden von Methan haben wird. Grundsätzlich sind wir jedoch der Meinung, dass potenzielle Risiken von Fracking durch ein umsichtiges Vorgehen der Industrie ohne wesentliche negative Kosteneffekte eingrenzbar sind. Mit Bedacht vorzugehen ist daher unerlässlich. Das gilt insbesondere für die Konstruktion der Bohrlöcher und für das Wassermanagement.

Darüber hinaus sehen wir den Austausch mit der lokalen Bevölkerung und Transparenz in den Ausschreibungsunterlagen für Transaktionen am Kapitalmarkt als entscheidende Kriterien an.

Das könnte Sie auch interessieren