Deutsche Bank

50 Jahre Historisches Institut

Frankfurt, Junghofstraße: Sitz der Deutschen Bank in den 60er Vor 50 Jahren, am 29. August 1961, beschloss der Vorstand der Deutschen Bank den Aufbau eines eigenen Historischen Archivs in der Frankfurter Zentrale. Das Archiv der Deutschen Bank ist damit das älteste professionelle Unternehmensarchiv in der deutschen Finanzwirtschaft. Heute umfasst es mehr als sechs Kilometer an Geschäfts- und Personalakten, Dokumenten, Fotos, Filmen, Werbemitteln und Wertpapieren der Deutschen Bank und ihrer Vorgängerinstitute. 

Die Gründung des Historischen Archivs 1961 war ein Ergebnis des Kalten Krieges. Zwei Wochen nach dem Bau der Berliner Mauer war klar, dass die Bank auf die Unterlagen ihrer früheren Berliner Zentrale, die im Ostteil der Stadt zurückgeblieben waren, auf absehbare Zeit keinen Zugriff erhalten würde. Für das im Jahr 1970 anstehende 100-jährige Jubiläum der Deutschen Bank war es erforderlich, zumindest das in Westdeutschland verstreute Material zusammenzutragen. Mit dem Aufbau des Historischen Archivs und dem Verfassen einer Geschichte der Bank wurde Fritz Seidenzahl, zuvor Chefredakteur der Börsen-Zeitung, beauftragt. 1970 erschien Seidenzahls Buch „100 Jahre Deutsche Bank“. 

Nach dem Mauerfall 1989 kam die Deutsche Bank wieder in den Besitz der Akten ihrer früheren Berliner Zentrale. 12.600 Aktenbände wurden dem Historischen Archiv von der Archivverwaltung der DDR übergeben. Mit Hilfe dieser Akten wurde es möglich, das von Vorstandssprecher Alfred Herrhausen beschlossene Konzept, eine Geschichte der Deutschen Bank von einer Gruppe unabhängiger Wissenschaftler schreiben zu lassen, in die Tat umzusetzen. Der Band „Die Deutsche Bank 1870-1995“ fand breite Anerkennung, vor allem weil darin die Geschichte der Bank in der NS-Zeit dargestellt wurde. Die Deutsche Bank war damit das erste deutsche Finanzinstitut, das diese Epoche eingehend und vorbehaltlos untersuchen ließ.

Die Aufgaben des Archivs beschränken sich längst nicht mehr nur auf das reine Sammeln und Verwahren, sondern bestehen in hohem Maße auch aus der Vermittlung historischer Inhalte. Aus diesem Grund erfolgte 1996 die Umbenennung in „Historisches Institut“. Zuletzt erschien die Unternehmenschronik „Deutsche Bank 1870-2010“.

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Letzte Änderung: 26. März 2013
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