29. Juli 2016

Deutsche Bank: Ergebnisse des EBA-Stresstests 2016

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat die Ergebnisse ihres Stresstests 2016 veröffentlicht. Darin wurde simuliert, wie sich die Kapitalquoten der Banken in zwei unterschiedlichen Szenarien bis 2018 entwickeln würden.

Für die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) ergab der Stresstest im „Basisszenario“ eine harte Kernkapitalquote von 12,1 Prozent (CET1 gemäß CRR/CRD4 bei voller Umsetzung der beschlossenen Regulierung). Im „ungünstigen Szenario“ des Tests würde die Kernkapitalquote Ende 2018 bei 7,8 Prozent liegen.

Der Stresstest 2016 simulierte erstmals auch sogenannte operationelle Risiken, zu denen unter anderem Rechtsstreitigkeiten gehören. Allein diese operationellen Risiken verringern die Kernkapitalquote der Deutschen Bank im ungünstigen Szenario um 2,2 Prozentpunkte. Trotzdem weist die Bank unter dem Strich eine höhere Kapitalquote auf als beim letzten Stresstest vor zwei Jahren. Damals waren es 7,0 Prozent.

„Wir sind 2016 mit einem besseren Ergebnis aus dem Test herausgekommen als 2014, obwohl der diesjährige Test anspruchsvoller war“, sagt John Cryan, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank. „Dies ist das Ergebnis harter Arbeit und vieler, oft kleiner Schritte. Der Stresstest zeigt, dass die Bank auch für härtere Zeiten gewappnet ist.“ Das Management der Bank werde die Kapitalausstattung wie geplant weiter stärken. „Wir sind auf einem guten Weg, bis Ende 2018 eine Kernkapitalquote von mindestens 12,5 Prozent zu erreichen.“
Für die CRD4-Verschuldungsquote (Leverage Ratio) ergab der EBA-Stresstest 2016 im Basis-Szenario für das Jahresende 2018 einen Wert von 3,9 Prozent, im ungünstigen Szenario von 3,0 Prozent.

Tabelle: Ergebnisse für die harte Kernkapitalquote in den Stresstests 2014 und 2016

(bei Vollumsetzung, in Prozent):

Stresstest  Ausgangspunkt Basisszenario  Ungünstiges Szenario
2014 9,2 10,5 7,0
2016 11,1 12,1 7,8

Das EBA-Template finden Sie hier.