27. November 2017

Deutsche Bank öffnet sich für App-Anbieter

- Deutsche Bank forciert Plattform-Geschäft
- Schnittstelle ermöglicht externen Partnern Entwicklung personalisierter Apps und Services
- Bankkunden bestimmen selbst über Umfang der Datennutzung

Die Deutsche Bank forciert den Aufbau ihres Plattform-Geschäfts, indem sie nach einjähriger Testphase ihre Schnittstelle dbAPI öffnet (Deutsche Bank Application Programming Interface). Start-ups bis hin zu etablierten Markenunternehmen können über die Schnittstelle auf Kundendaten zugreifen und ihre Anwendungen den Kunden der Bank personalisiert anbieten. Jede Anwendung setzt voraus, dass der Kunde den expliziten Auftrag zur Nutzung seiner Daten erlaubt.

„Mit der dbAPI bietet die Deutsche Bank ihren Kunden viele innovative Dienste – banknah, aber auch weit über das klassische Bankgeschäft hinaus. Die Bank bindet externe Partner ein und erhöht dadurch die Innovationsgeschwindigkeit beim Aufbau ihres digitalen Plattform-Geschäfts. Damit erschließen wir neue Ertragsquellen“, sagt Markus Pertlwieser, Digitalchef für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.

Die App Finanzguru des Frankfurter Fintechs dwins ist ein erstes Beispiel: Kunden der Deutschen Bank können die App mit ihrem Konto verbinden und erhalten so individuelle Spar- und Finanztipps. Die App erkennt durch die Verknüpfung mit dem Bankkonto bestehende Verträge und Abonnements und schlägt günstigere Alternativen vor. Wenn der Nutzer zustimmt, erledigt sie den Wechsel. Die Deutsche Bank hat nicht nur App-Anbieter aus dem Finanzbereich fest im Blick, sondern auch aus anderen Branchen. Gespräche mit interessierten Firmen laufen bereits.

„Die Deutsche Bank ermöglicht ihren Kunden mit der dbAPI, ihre Bankdaten für digitale Dienste von Drittanbietern intelligent und sicher einzusetzen. Damit bieten wir ein neues, zeitgemäßes Banking“, sagt Joris Hensen, der das Deutsche Bank API-Programm ins Leben gerufen hat.

Dabei geht die Deutsche Bank deutlich über die demnächst in Kraft tretenden regulatorischen Mindestanforderungen (PSD2) hinaus. Die Datensouveränität des Kunden vereint die Deutsche Bank mit dem Prinzip der Datensparsamkeit: Es werden nur so viel Daten herausgegeben, wie tatsächlich notwendig.

Die Nachfrage ist groß: Bereits mehr als 1000 Entwickler haben sich über das Entwicklerportal registriert. Sofern sie die hohen Daten- und Sicherheitsstandards der Bank erfüllen, können sie innerhalb von nur 14 Tagen mit realen Kundendaten arbeiten. Interessierte Unternehmen können sich über das Entwicklerportal melden und mit dem dbAPI-Team in Kontakt treten. Mehr unter: https://developer.db.com/

 

Über die dbAPI
Die Programmierschnittstelle dbAPI (Deutsche Bank Application Programming Interface) ist die technische Grundlage für das Plattform-Geschäft (open banking) der Deutschen Bank. Mit der dbAPI steigert die Bank ihre Innovationsgeschwindigkeit und entwickelt ein neues Geschäftsmodell mit innovativen Produkten und Dienstleistungen – banknah, aber auch weit über das klassische Bankgeschäft hinaus.

Über die dbAPI kann die Bank externe Partner einbinden und damit schnell und sicher ihr digitales Angebot für die Kunden erweitern. Unternehmen vom Start-up bis zum etablierten Markenunternehmen erhalten nach Prüfung über die dbAPI Zugriff auf individuelle Kundendaten. Damit können sie neue personalisierte Apps oder bestehende Software weiterentwickeln. Die Kunden der Deutschen Bank behalten dabei jederzeit die volle Kontrolle über ihre persönlichen Daten. Die Kunden entscheiden selbst, ob sie einem externen Partner der Bank den Zugriff auf ihre Daten gestatten möchten, um im Gegenzug eine personalisierte digitale Dienstleistung nutzen zu können.