Berichte

Der Geschäftsbericht enthält neben einem Überblick über den Konzern unter anderem den Lagebericht und den testierten Konzernabschluss der Deutschen Bank für das Geschäftsjahr 2016. Darüber hinaus hat die Bank ihren Bericht zur unternehmerischen Verantwortung wie auch ihren Personalbericht für das Jahr 2016 vorgelegt.

Geschäftsbericht

Die Deutsche Bank weist für 2016 einen Verlust nach Steuern von 1,4 Milliarden Euro aus. 2015 hatte die Bank einen Verlust nach Steuern von 6,8 Milliarden Euro verzeichnet. Die Erträge waren mit 30,0 Milliarden Euro um zehn Prozent niedriger als 2015. Die zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen 29,4 Milliarden Euro, 24 Prozent weniger als 2015. Die bereinigten Kosten sind um 6 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro gesunken; sie enthalten keine Aufwendungen für Rechts¬streitigkeiten, keine Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, keine Restrukturierungskosten und Abfindungen und keine Aufwendungen im Versicherungsgeschäft. Die harte Kernkapitalquote (Vollumsetzung) lag zum Jahresende bei 11,8 Prozent gegenüber 11,1 Prozent Ende 2015. Die risikogewichteten Aktiva sanken um 10 Prozent auf 358 Milliarden Euro nach 397 Milliarden Euro Ende 2015.

Vergütung

Der Geschäftsbericht enthält den Vergütungsbericht der Bank. Die Gesamtvergütung der Mitarbeiter für 2016 sank auf 8,9 Milliarden Euro (2015: 10,5 Milliarden Euro). Dies liegt vor allem daran, dass die variable Vergütung um 77 Prozent von 2,4 Milliarden Euro 2015 auf 0,5 Milliarden Euro 2016 zurückging. Grund ist die Entscheidung des Vorstands, die variable Vergütung für 2016 für die Führungskräfte der Bank deutlich zu kürzen. Ein Teil dieser variablen Vergütung wird erst in den kommenden Jahren ausgezahlt.

Zum zweiten Mal in Folge hat kein Mitglied des Vorstands eine variable Vergütung erhalten. Die Gesamtvergütung ohne Nebenleistungen und Vorsorgeaufwand betrug für jedes Vorstandsmitglied 2,4 Millionen Euro an Grundgehalt, während John Cryan als Vorstandsvorsitzender 3,8 Millionen Euro Grundgehalt erhielt. Diese Beträge sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Vorstandsmitglieder, die im Laufe des Jahres in den Vorstand berufen wurden oder ihn verließen, erhielten eine entsprechende zeitanteilige Vergütung.

Personal

Der Personalbericht der Bank enthält Zahlen und Fakten zu den Mitarbeitern sowie Informationen über strategische Prioritäten und Initiativen der Bank im Personalbereich im Jahr 2016.

Die Anzahl der Mitarbeiter sank 2016 um 1.360 oder 1,3 Prozent auf 99.744 (auf Vollzeitbasis). Die Bank hat zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, um ihre Kontrollfunktionen wie die Bereiche Compliance und den Kampf gegen Finanzkriminalität zu stärken. Außerdem wurden externe Mitarbeiter in den Konzern geholt, vor allem Experten für Technologie und Digitalisierung. Auf der anderen Seite verließen aber mehr Mitarbeiter aufgrund von Veräußerungen, Stellenabbau und natürlicher Fluktuation das Unternehmen.

Die Bank war 2016 weiterhin bestrebt, offene Stellen möglichst mit internen Bewerbern zu besetzen. 2016 wurden weltweit 39 Prozent der offenen Stellen aus den eigenen Reihen besetzt nach 30 Prozent im Jahr 2015. In Deutschland stieg dieser Anteil 2016 auf 71 Prozent nach 60 Prozent im Vorjahr.

Die Deutsche Bank hat auch 2016 wieder in Nachwuchstalente investiert. Weltweit hat die Bank 813 Hochschulabsolventen eingestellt, ein Anstieg um 6 Prozent gegenüber 2015. Der Frauenanteil dabei lag bei 39 Prozent. 23 Prozent der Hochschulabsolventen stiegen in die Technologiebereiche der Bank ein – das zeigt, wie wichtig das Thema Digitalisierung für das Unternehmen ist. Die Bank hat 2016 darüber hinaus 741 neue Auszubildende eingestellt.

Beim Thema Chancengleichheit hat die Bank weitere Fortschritte gemacht. Der Anteil von Frauen im Konzern auf den Verantwortungsstufen Managing Director und Director stieg erneut an, von 20,5 Prozent im Vorjahr auf 21,3 Prozent 2016. Seit 2011 ist die Anzahl weiblicher Führungskräfte auf diesen Verantwortungs-stufen um 16 Prozent gestiegen. Die Bank hat sich gemeinsam mit den DAX 30-Unternehmen 2011 das Ziel gesetzt, den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen. Kim Hammonds, verantwortlich für die Technologie und die Infrastruktur (Chief Operating Officer), wurde im August 2016 in den Vorstand berufen. Sie folgte damit Sylvie Matherat, die für die Regulierung und Kontrollmechanismen zuständig ist (Chief Regulatory Officer) und bereits seit 2015 Mitglied des Vorstands ist. Damit hat der Vorstand, erstmalig in der Geschichte der Deutschen Bank, zwei weibliche Mitglieder. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat blieb unverändert bei 35 Prozent. Die Deutsche Bank ist eines von nur zwei deutschen Unternehmen, die in den weltweiten „Bloomberg Financial Services Gender Equality Index“ aufgenommen wurden, der das Engagement von Unternehmen für die Chancengleichheit der Geschlechter anerkennt.

Ende 2016 beschäftigte die Bank Mitarbeiter aus 150 Nationen. Sie engagiert sich auch weiterhin für die Belange lesbischer, schwuler, bi-, trans- oder intersexueller (LGBTI) Menschen. Im 14. Jahr in Folge erhielt sie die Höchstwertung von 100 Punkten im jährlichen Corporate Equality Index der Human Rights Campaign.

Unternehmerische Verantwortung

Die Deutsche Bank betreibt ihre Geschäfte seit 2012 klimaneutral. Darüber hinaus begleitet sie weiterhin Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Deutsche Bank arrangierte hier im Jahr 2016 Finanzmittel in Höhe von 3,9 Milliarden Euro für Kundenprojekte mit einer Gesamtkapazität von rund 3.500 Megawatt. Die Bank hat außerdem ihr Rahmenwerk für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken gestärkt. Es sorgt für Transparenz und beschreibt, wie die Deutsche Bank mit bestimmten Branchen umgeht, die unter das Rahmenwerk fallen. 2016 hat der Vorstand beschlossen, keine Finanzierungsverpflichtungen für neue Projekte zur Förderung von Kraftwerkskohle und den Neubau von Kohlekraftwerken einzugehen. Darüber hinaus wird die Bank ihr derzeitiges Kreditengagement im Bereich schrittweise verringern.

Die Deutsche Bank wurde als weltweit erste Geschäftsbank für den UN Green Climate Fund akkreditiert. Dieser hat entschieden, 74,4 Millionen Euro in einen Fonds von Deutsche Asset Management zu investieren, der erneuerbare Energien in Afrika fördert.

Die Deutsche Bank erreichte mit ihrem gesellschaftlichen Engagement 2016 fast fünf Millionen Menschen. Rund 2,4 Millionen Menschen nutzten von der Bank unterstützte Kunst- und Kulturangebote, an den „Born to Be“-Bildungsprojekten nahmen 1,35 Millionen junge Menschen teil. Mit einem Programm zugunsten benachteiligter Menschen und Gemeinschaften unterstützte die Deutsche Bank gut 900.000 bedürftige Menschen weltweit – indem die Bank zum Beispiel dazu beitrug, Obdachlosigkeit zu bekämpfen oder für eine bessere Grundversorgung mit Nahrung, Wasser und Unterkunft zu sorgen. Das Start-up-Förderprogramm „Made for Good“ half fast 10.000 Sozialunternehmern und gemeinnützigen Initiativen fast 150.000 Menschen zu erreichen.

Rund 17.000 Mitarbeiter der Bank haben sich 2016 fast 188.000 Stunden als Corporate Volunteers engagiert und ihre Zeit und ihre Expertise in ganz unterschiedliche gemeinnützige Projekte eingebracht.

Wussten Sie schon …?

Auf einen Blick

Finanzkraft für Erneuerbare Energien

Auch im Jahr 2016 begleiteten wir unsere Kunden dabei, kohlenstoffarme Unternehmen und Vermögenswerte zu entwickeln, zu kaufen und zu verkaufen. In Europa zählte die Deutsche Bank zu den führenden privatwirtschaftlichen Geldgebern von Projekten für erneuerbare Energien. Zudem berieten und finanzierten wir Unternehmen, die sich mit effizienten und emissionsarmen Lösungen befassen. Im Jahr 2016 arrangierten wir so rund 3,9 Mrd. €, um Projekte für erneuerbare Energien zu finanzieren. Sie erzeugen eine Leistung von insgesamt mehr als 3.480 MW.

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Auf einen Blick

Klimaneutralität

Als Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft versuchen wir unseren eigenen Geschäftsbetrieb möglichst energieeffizient zu führen. Seit Ende des Jahres 2012 betreiben wir unseren Geschäftsbetrieb klimaneutral. Das bedeutet, dass wir die unvermeidbaren Treibhausgasemissionen jedes Jahr durch den Kauf und die Stilllegung hochwertiger Emissionsminderungszertifikate ausgleichen. Durch den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Quellen konnten wir im Jahr 2016 Emissionen in Höhe von 289.694 t CO2e vermeiden. Wir investierten zudem in Emissionsausgleichsprojekte, die den Klimawandel begrenzen und die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika, Lateinamerika sowie Asien fördern. Alle Projekte, aus denen wir unsere Ausgleichszertifikate bezogen, erfüllen anerkannte globale Standards wie den Goldstandard und den Verified Carbon Standard.

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Auf einen Blick

Gutes gründen

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Die Initiativen zur Förderung des Unternehmertums haben bei uns eine lange Tradition. Mit dem Startup-Förderprogramm Made for Good, das 2016 global ausgerollt wurde, beweisen die Bank und ihre Stiftungen, dass soziale Verantwortung und unternehmerisches Denken gut zusammenpassen. Unter dem Dach von Made for Good unterstützen wir Gründer in der Kreativbranche, Kleinstunternehmer, gemeinnützige Organisationen und soziale Startups, die gesellschaftliche und ökologische Probleme angehen, Wege aus der Armut aufzeigen oder die lokale Wirtschaft stärken. Dabei bringen wir gezielt unsere Kernkompetenzen und das Expertenwissen unserer Kollegen ein.

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Auf einen Blick

Unsere Jugendprojekte

Die Born to Be-Jugendprojekte der Deutschen Bank und ihrer Stiftungen zielen darauf ab, Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit frühzeitig vorzubeugen. Sie stärken das Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen, vermitteln ihnen neue Fähigkeiten und erleichtern den Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungsangeboten. Unsere Projekte umfassen: Sportprogramme, die jungen Menschen mehr Selbstvertrauen geben und sie zu Leistung motivieren; Initiativen, die Bildungschancen oder die Beschäftigungsfähigkeit verbessern; sowie kulturelle Bildungsprojekte, die junge Menschen nicht nur an Kunst und Kultur heranführen, sondern auch ihre Lernfähigkeit stärken.

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Auf einen Blick

Zugang zu sauberer Energie ermöglichen

Die Deutsche Bank ist weltweit die erste Geschäftsbank, die der Green Climate Fund der Vereinten Nationen (GCF) akkreditiert hat. Der Fonds wurde durch die Konferenz der Vertragsparteien des UN-Klimaabkommens als zentrales globales Anlageinstrument aufgelegt, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen. Im Oktober 2016 genehmigte der Fonds eine Erstanlage von 74,4 Mio. € in einen neuen Fonds der Deutschen AM, den Universal Green Energy Access Program. Dieser Fonds soll Menschen in Afrika den Zugang zu erneuerbaren Energien ermöglichen.

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Auf einen Blick

Plus You - Mitarbeiter engagieren sich

Sei es in Bildungsprogrammen, Initiativen zur Förderung von Sozialunternehmen oder bei Hilfsprojekten für benachteiligte Menschen – das bürgerschaftliche Engagement unserer Mitarbeiter verstärkt die Wirkung unserer Corporate Citizenship-Projekte. Seit über 25 Jahren ermutigen wir unsere Kollegen, sich persönlich oder bei Spendenaktionen für gemeinnützige Einrichtungen zu engagieren.

Verstärkt legen wir den Fokus auf Projekte, bei denen unsere Mitarbeiter ihre Erfahrung einbringen können. Darüber hinaus sind unsere Mitarbeiter bei ganz unterschiedlichen Social Days für gemeinnützige Projekte in ihrem unmittelbaren Umfeld aktiv – sei es z.B. mit handwerklichen Tätigkeiten, der Begleitung von benachteiligten Menschen, bei Umweltinitiativen oder bei Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und Opfer von Naturkatastrophen.

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Auf einen Blick

Fortschritte bei Chancengleichheit

Im Jahr 2011 verpflichtete sich die Deutsche Bank freiwillig, den Anteil weiblicher Führungskräfte bis Ende 2018 weltweit deutlich zu erhöhen. Zwischen 2011 und 2016 ist die Anzahl der weiblichen Managing Directors und Directors um 16 % gestiegen. Im Jahr 2016 betrug der Anteil dieser Mitarbeiterinnen 21,3 %, nach 20,5 % im Vorjahr. Der Anteil der weiblichen Führungskräfte insgesamt belief sich 2016 auf 32,8 % nach 32,5 % im Jahr davor.

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Auf einen Blick

LGBTI-Initiativen und -Mitarbeiter unterstützen

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Die Bank wurde aufgrund ihres Engagements für die Belange der LGBTI bereits mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt. So erhielt sie 2016 im 14. Jahr in Folge die Höchstwertung von 100 Punkten im jährlichen Corporate Equality Index der Human Rights Campaign.

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Auf einen Blick

Die Bank mithilfe vielfältiger Nachwuchstalente digitalisieren

Auch bei der Rekrutierung von Hochschulabsolventen liegt das Augenmerk verstärkt auf technologiebezogenen Rollen. Damit setzt die Deutsche Bank ihre strategische Ausrichtung auf die Digitalisierung entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette fort. 23 % der Absolventen der Graduate Class 2016 traten in die Technologie-Bereiche der Bank ein, und 40 % davon sind Frauen.

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