Deutsche Bank unterstützt Leitlinien für grüne Anleihen

Die Deutsche Bank hat sich im Januar 2014 einem Bündnis von 13 führenden Finanzinstituten angeschlossen, das sich für freiwillige Leitlinien für „grüne Anleihen“ („green bonds“) zur Finanzierung umweltfreundlicher Aktivitäten ausspricht.

Kapital für Umweltprojekte beschaffen

Mit der Begebung grüner Anleihen (Green Bonds) beschaffen sich Emittenten Gelder für Umwelt- und Sozialprojekte, zum Beispiel in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Wasserreinhaltung. Grüne Anleihen werden vorwiegend von multilateralen Organisationen wie der Weltbank, zunehmend aber auch von Unternehmen ausgegeben.

Das Wachstum des Marktes für grüne Anleihen erfordert klare Regeln. Anfang 2014 unterstützte die Deutsche Bank deshalb gemeinsam mit zwölf anderen Banken die Entwicklung der Green Bond Principles, die Integrität und Transparenz dieses Produkts gewährleisten sollen. Sie regeln den Auswahlprozess für ein Projekt, die Offenlegung und das Steuern der Mittelverwendung sowie die Anforderungen an das Berichtswesen, um sicherzustellen, dass die Mittel tatsächlich der Gesellschaft und der Umwelt zugutekommen.

Die Green Bond Principles trugen zum schnellen Wachstum des Marktes bei. Im Jahr 2014 wurden sie von 80 Finanzinstituten und Emittenten unterzeichnet. 35 Emittenten von grünen Anleihen warben 2014 insgesamt 36,6 Mrd. US-Dollar ein. Prognosen zufolge soll der Markt bis 2015 ein Volumen von 100 Mrd US-Dollar erreichen. Die Deutsche Bank war an der Emission einiger grüner Anleihen beteiligt.

Der Verantwortliche für die Entwicklung von Kapitalmarktprodukten bei der Deutschen Bank sagte: „Als CO2-neutrale Bank ist die Deutsche Bank der Auffassung, dass die neuen Prinzipien eine wichtige Rolle dabei spielen können, das für die Umstellung auf eine sauberere und nachhaltigere Zukunft erforderliche grüne Kapital am Markt zu erschließen. Wir freuen uns darüber, dass wir uns in dieses gemeinsame Projekt einbringen können.“

Die Kapitalmärkte müssen dringend zur Finanzierung der Umstellung auf eine Wirtschaft mit geringem Treibhausgasausstoß herangezogen werden. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 254 Mrd. Dollar in erneuerbare Energien investiert. Dieser Betrag muss sich bis 2020 verdoppeln und bis 2030 vervierfachen, wenn die negativen Auswirkungen eines globalen Temperaturanstiegs um über 2° C vermieden werden sollen. Wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetzt, ist mit einem Temperaturanstieg um mehr als 4° C zu rechnen, was der Weltbank zufolge einer Katastrophe gleichkäme („ein Vier-Grad-Szenario könnte verheerende Auswirkungen haben“(auf Englisch)). Finanzinstitute können die Gesellschaft und ihre eigenen Kunden bei der Investition in zukunftsweisende Technologien unterstützen: Schätzungen gehen davon aus, dass der Wandel hin zu einer „Green Economy“ jährliche Investitionen von einer Billion Dollar in die Infrastruktur mit sich bringt – und hier bieten sich beträchtliche Chancen.

Die Deutsche Bank gehört zu den beiden externen Lead Managern (Konsortialführer) der ersten Klimaschutzanleihe („Climate Awareness Bond“) der European Investment Bank im Jahr 2014. Die Anleihe hat ein Volumen von 350 Millionen Schweizer Franken und ist die erste in Schweizer Franken denominierte EIB-Anleihe. Mit Hilfe der Klimaschutzanleihen nimmt die EIB an den Fixed-Income-Märkten Kapital auf, das für Kredite in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz verwendet wird.

Die Green Bond Principles wurden außerdem von folgenden Instituten unterzeichnet: Bank of America, Citigroup, Crédit Agricole CIB, JPMorgan Chase, BNP Paribas, Daiwa, Goldman Sachs, HSBC, Mizuho, Morgan Stanley, Rabobank und SEB.

Aktuelle Entwicklungen

„Als CO2-neutrale Bank sind wir der Auffassung, dass die neuen Prinzipien eine wichtige Rolle dabei spielen können, das für die Umstellung auf eine sauberere und nach­hal­tigere Zukunft er­for­der­liche grüne Kapital am Markt zu erschlie­ßen.”

Grünes Kapital am Markt erschließen

346 Milliarden Dollar

geschätztes Markt­volumen für Klima­schutz­anleihen – ein An­stieg um 25 Prozent gegen­über dem Jahr 2012.

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