Ankommen in Deutschland.
Unser Engagement für Flüchtlinge

Weltweit sind rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht – die Hälfte davon sind Kinder. Mehrere Millionen Menschen haben seit Anfang 2015 das Mittelmeer überquert oder sich über Land auf den Weg nach Europa gemacht. Sie fliehen vor Gewalt, Krieg, politischer, ethnischer und religiöser Verfolgung in der Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit.

Ein Patentrezept, den Flüchtlingsstrom einzudämmen, gibt es nicht. Wir alle können aber einen Beitrag leisten, um Brücken zu bauen zwischen der Gesellschaft vor Ort und Menschen, die ein neues Leben in Sicherheit starten wollen.

1000 Deutschbanker als Integrationspaten

Anfang 2016 haben wir gemeinsam mit zahlreichen anderen Unternehmen „Wir-zusammen – die Integrations-Initiativen der deutschen Wirtschaft“ gestartet. Unter diesem Dach werden konkrete Projekte der einzelnen Unternehmen und deren Mitarbeitern, gebündelt. Kern unseres Patenschaftsversprechens, das John Cryan, Vorsitzender des Vorstands, unterzeichnet hat, ist es, bis Ende 2018 insgesamt 1000 Kollegen in ganz Deutschland als Integrationspaten für Flüchtlinge zu gewinnen. „1000 Deutschbanker als Integrationspaten ist unser Beitrag zu „Wir-zusammen“ und honoriert die gelebte Verantwortung und das große Engagement unserer Mitarbeiter, wo immer sie tätig sind“, sagt Cryan.

Bereits 570 Deutsche-Bank-Mitarbeiter engagieren sich in dieser Initiative als Paten und setzen so ein Zeichen für Offenheit und Toleranz. Das Engagement wirkt: Die Kolleginnen und Kollegen helfen den Geflüchteten, einen Job oder Ausbildungsplatz zu finden, Deutsch zu lernen und unsere Gesellschaft besser zu verstehen. Damit wird ihnen das Ankommen in Deutschland entscheidend erleichtert.

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Deutsche Bank-Mitarbeiter leisten Starthilfe

Unsere Kollegen stehen den neuen Mitbürgern auch in zahlreichen anderen Projekten zur Seite: Im Rahmen von Social Days richteten sie anfangs neue Flüchtlingsunterkünfte ein, gestalteten das Zuhause auf Zeit oder organisierten Sammelaktionen – und nach wie vor engagieren sie sich für Begegnungsfeste, integrative Kochevents oder gemeinsame Sportveranstaltungen. Darüber hinaus begleiten sie Flüchtlinge bei Behördengängen und in der Freizeit und tragen so dazu bei, Parallelgesellschaften entgegenzuwirken und ein Miteinander zu ermöglichen.

Für knapp ein Jahr stellte die Deutsche Bank auch ihr ehemaliges Ausbildungszentrum in Kronberg im Taunus als feste Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen für 600 Flüchtlinge zur Verfügung. Corporate Volunteers der Bank halfen auf vielfältige Art vor Ort: Neben Sachspenden organisierten sie zusammen mit der Deutsche Bank Stiftung kulturelle Angebote, wie monatliche Konzerte, und Treffen. Um die Mobilität der Bewohner zu gewährleisten, hat die Deutsche Bank Stiftung zudem zwei Transportfahrzeuge gestiftet. Ende 2016 wurde die Unterkunft aufgrund des rückläufigen Bedarfs vom Land geschlossen – die Sachspenden werden jedoch von der Johanniter Unfallhilfe für andere soziale Projekte weiterverwendet.

Die Deutsche Bank Stiftung ist gemeinsam mit acht weiteren Stiftungen und dem Sozialdezernat der Stadt Frankfurt zudem Mitglied von Frankfurt hilft, das sich zum Ziel gesetzt hat, das ehrenamtliche Engagement der Bürger in der Region zu bündeln und Kontakte zwischen Geflüchteten und Freiwilligen zu erleichtern.

Auch die Deutsche Bank KunstHalle in Berlin hat ihr Vermittlungsprogramm um Angebote für Flüchtlinge erweitert.

Mentoring für den guten Zweck

Über unser globales Förderprogramm Made for Good unterstützen wir Startups, innovative Firmen und Sozialgründer, die gesellschaftliche und ökologische Probleme angehen. Immer mehr Kollegen beraten dabei Social Startups, die sich zum Ziel gesetzt haben, Flüchtlinge effektiv zu unterstützen. Seit mehreren Jahren sind wir bereits Partner von startsocial und Social Impact, die sich explizit der Förderung von Sozialunternehmen widmen. Zwei unserer Kooperationspartner zählten zu den Finalisten des startsocial-Wettbewerbs 2016, die Initiative Start with a Friend konnte sich sogar als Bundessieger durchsetzen.

Im Frühjahr 2016 starteten die Deutsche Bank, Social Impact gGmbH und SAP zudem mit dem Wirkungsfonds ein Accelerator-Programm, das flüchtlingsorientierten Startups hilft, ihr Angebot schneller auszubauen und auf tragfähige Beine zu stellen. Anfang März präsentieren die sechs Finalisten der dritten Runde des Programms ihre Geschäfts-und Finanzierungskonzepte im Social Impact Lab Frankfurt.

Mehrere Initiativen für Geflüchtete zählen auch zu den Ausgezeichneten Orten im Land der Ideen 2016 unter dem Wettbewerbsmotto NACHBARschafft INNOVATION – GEMEINSCHAFT ALS ERFOLGSMODELL. Hier wurde beispielsweise die „Lernwerkstatt HUT – Handwerk und Technik für Flüchtlinge“ prämiert, in der Rentner Flüchtlingen handwerkliche Fähigkeiten beibringen oder die Initiative „Multaka“, die Syrer und Iraker zu Museums-Guides ausbildet, damit sie andere Flüchtlinge durch Einrichtungen in Berlin führen können; so entdecken die Geflüchteten Parallelen zwischen ihrer alten und neuen Heimat. Auch beim diesjährigen Wettbewerb unter dem Motto „Offen denken. Damit sich Neues entfalten kann“ werden Initiativen gesucht, die Neugier und Mut zum Umdenken beweisen – ob Sozialunternehmen, digitale Startups oder Bürgerinitiativen. Die Gewinner 2017 werden Ende Juni bekannt gegeben.

Zukunft ermöglichen – Potenziale entfalten

Unsere Born to Be Jugendprogramme unterstützen Kinder und Jugendliche weltweit dabei, ihre Potenziale zu entfalten. 2016 haben mehr als 1,35 Millionen junge Menschen davon profitiert. Mit den gemeinnützigen Partnern von STUDIENKOMPASS, START und Starke Schule haben wir die Programme noch gezielter auf die Bedürfnisse junger Flüchtlinge ausgerichtet. So wurde einer jungen Irakerin, die vor einigen Jahren als Flüchtling nach Deutschland kam, das erste von fünf Stipendien überreicht, die durch Mitarbeiterspenden im Rahmen der RestCent-Initiative finanziert wurden. Sie freut sich darauf, damit auch für andere Flüchtlinge als Vorbild zu dienen und sich für sie einzusetzen. Seit März 2016 gehen die Rest-Cent-Spenden an Mentor e.V. und ermöglichen Lesepatenschaften für Kinder, viele davon mit Migrationshintergrund. Auch die Erlöse der Fundraising-Aktion DeutscheBike beim Radrennen rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn gingen im Mai 2016 an Mentor e.V.

Globales Engagement

Zahlreiche Kollegen rund um die Welt haben das Interesse bekundet, sich aktiv einzubringen – entweder als Volunteer oder durch Spendenbeiträge. So unterstützt die Deutsche Bank Middle East Foundation ein Hilfsprojekt im Libanon, das 910 betroffenen Familien Sicherheit bietet und die Wasserversorgung von fast 1.200 Menschen garantiert, die derzeit in Zelten leben. Über regional etablierte Matched Giving Programme und andere Fundraising-Aktionen werden zudem aktiv Spenden für Flüchtlingsprojekte eingeworben.

Über 2.900 Kollegen in Deutschland haben sich seit Sommer 2015 an mehr als 4.500 Tagen in über 380 Projekten für Flüchtlinge engagiert.

„Als verantwortungsvoller Unternehmensbürger setzen wir mit 1.000 Deutschbanker als Integrationspaten ein sichtbares Zeichen für eine offene Gesellschaft und die gelebte Willkommenskultur in unserem Heimatmarkt Deutschland.”

John Cryan, Vorsitzender des Vorstands, Deutsche Bank AG

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