26. April 2015

Deutsche Bank erzielt im ersten Quartal 2015 ein Ergebnis nach Steuern von 559 Mio Euro

Konzernergebnis

Gewinn vor Steuern (IBIT) im Vergleich zum 1. Quartal 2014 um 12% auf 1,5 Mrd Euro gesunken
Gewinn vor Steuern in der Kernbank (ohne die Non-Core Operations Unit – NCOU) um 360 Mio Euro auf 1,9 Mrd Euro gesunken
Konzernerträge um 24% auf 10,4 Mrd Euro gestiegen, was starke Ergebnisse in den Geschäftsbereichen sowie einen positiven Wechselkurseffekt widerspiegelt
Zinsunabhängige Aufwendungen im Vergleich zum Vorquartal um 34% auf 8,7 Mrd Euro gestiegen
Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten von 1,5 Mrd Euro, Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten zum Quartalsende bei 4,8 Mrd Euro
Bereinigte Kostenbasis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12% auf 6,7 Mrd Euro gestiegen, was höhere Kosten für Bankenabgaben sowie gegenläufige Wechselkurseffekte widerspiegelt
Gewinn nach Steuern von 559 Mio Euro, Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen aktiven Eigenkapital) im ersten Quartal 2015 von 3,1% auf Konzernebene und 5,1% in der Kernbank

Kapital und Verschuldungsquote

Harte Kernkapitalquote (CET1) von 11,1% zum Quartalsende bei vollständiger Umsetzung der Capital Requirements Regulation (CRR)/Capital Requirements Directive 4 (CRD4), ein Rückgang von 60 Basispunkten im Vergleich zum 31. Dezember 2014
Hartes Kernkapital nach CRR/CRD4 (Vollumsetzung) im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 4% auf 47,8 Mrd € gestiegen
Risikogewichtete Aktiva (RWA, bei vollständiger Umsetzung der CRR/CRD4) gegenüber dem ersten Quartal 2014 um 9% auf 431 Mrd Euro gestiegen
Verschuldungsquote von 3,4% bei vollständiger Umsetzung der CRR/CRD4, ein Rückgang von 10 Basispunkten gegenüber dem 31. Dezember 2014
Materielles Nettovermögen je ausstehender Stammaktie (unverwässert) im Vergleich zum vierten Quartal 2014 um 7,1% auf 41,26 Euro gestiegen
Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE/NYSE: DB) hat heute ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2015 vorgelegt. Die Konzernerträge stiegen um 24% auf 10,4 Mrd €, während sich die Zinsunabhängigen Aufwendungen um 34% auf 8,7 Mrd € erhöhten. Der Gewinn vor Steuern belief sich im ersten Quartal 2015 auf 1,5 Mrd €, nach 1,7 Mrd € im Vorjahresquartal. Das abgelaufene Quartal beinhaltet Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten von 1,5 Mrd €.

Jürgen Fitschen und Anshu Jain, Co-Vorsitzende des Vorstands, sagten: „Im ersten Quartal 2015 erreichten die Erträge annähernd ein Rekordniveau. Dies verdeutlicht unsere Leistungsfähigkeit über alle Kerngeschäftsbereiche hinweg. Der Gewinn war beeinträchtigt von Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, was vor allem aus einem endgültigen Vergleich der Bank mit amerikanischen und britischen Behörden zu Interbank-Zinssätzen (IBOR) resultiert, und aus Bankenabgaben in Höhe von 561 Millionen Euro.“

Weiter sagten sie: „Die Kernbank erzielte mit 3,5 Milliarden Euro das beste bereinigte Ergebnis seit dem Start der Strategie 2015+ im Jahr 2012. Dieses Ergebnis beruht sowohl auf Ertragsstärke als auch auf Disziplin hinsichtlich unserer bereinigten Kostenbasis. In CB&S erzielte Debt Sales & Trading die höchsten Erträge seit acht Quartalen und Equity Sales & Trading die höchsten Erträge seit 2008. Triebkräfte für diese Entwicklung waren rege Kundenaktivitäten, robuste Märkte und eine Normalisierung der zuvor sehr niedrigen Marktvolatilität. PBC und GTB gelang es, trotz der Herausforderung anhaltend niedriger Zinssätze in diesem Quartal annähernd Rekordgewinne zu erwirtschaften. Deutsche AWM steigerte die Erträge signifikant, erhöhte das Ergebnis vor Steuern um 75% gegenüber dem Vorjahresquartal und gewann 17 Milliarden Euro an Mittelzuflüssen.“

Sie sagten außerdem: „Diese Ergebnisse zeigen auf einen Blick, dass die Deutsche Bank heute deutlich stärker ist als zu Beginn des Weges 2012. Wir haben mit diszipliniertem Einsatz unserer knappen Mittel und trotz beträchtlicher regulierungsbedingter Investitionen in unsere Compliance-Systeme ein robustes operatives Ergebnis geliefert. Wir haben unsere Kapitalposition deutlich verbessert. Wir starten in die nächste Phase unserer Strategie aus einer Position der Stärke.“

Konzernergebnisse (Tabelle 1)

Bereinigte Kostenbasis (Tabelle 2)

Die Erträge des Konzerns sind im ersten Quartal 2015 um 2,0 Mrd € (24%) auf 10,4 Mrd € gegenüber 8,4 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres gestiegen, unterstützt durch positive Effekte aus Wechselkursänderungen. Das Ertragsplus war hauptsächlich auf das Ertragswachstum von 15% oder 612 Mio € in CB&S und von 29% oder 314 Mio € in Deutsche AWM zurückzuführen. Die Erträge der NCOU legten zugleich um 273 Mio € auf 336 Mio € zu, was auf eine Zahlung im Zusammenhang mit einer speziellen Rechtsstreitigkeit und auf Fortschritte beim Abbau von Risiken zurückzuführen war.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Quartal 2015 auf 218 Mio € und war damit um 28 Mio € (12%) geringer als im Vorjahreszeitraum. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Rückstellungen für gemäß IAS 39 reklassifizierte und in der NCOU ausgewiesene Vermögenswerte zurückzuführen, der durch höhere Rückstellungen im Portfolio für Schiffsfinanzierungen in CB&S teilweise ausgeglichen wurde.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 8,7 Mrd € und lagen damit um 2,2 Mrd € (34%) über dem Vergleichswert des Vorjahres, hauptsächlich zurückzuführen auf zusätzliche Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Aufwendungen für die Bankenabgaben und auf die oben genannten Wechselkursseffekte. Die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich im ersten Quartal 2015 auf 1,5 Mrd €. Die Aufwendungen für die Bankenabgaben stiegen gegenüber dem Vorquartal um 527 Mio € aufgrund der Erhöhung einer Bankenabgabe und reflektieren nun auch den abweichenden Zeitpunkt für die Erfassung im Berichtsjahr. Darüber hinaus sind die Zinsunabhängigen Aufwendungen aufgrund höherer regulatorisch veranlassten Ausgaben gestiegen.

Der Gewinn vor Steuern des Konzerns belief sich im Berichtsquartal auf 1,5 Mrd € nach 1,7 Mrd € im Vorjahresquartal. Zurückzuführen ist dieser Rückgang auf höhere Zinsunabhängige Aufwendungen, in erster Linie infolge von zusätzlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, die teilweise durch die positive Ertragsentwicklung und eine niedrigere Risikovorsorge aufgehoben wurden.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Quartal 2015 auf 559 Mio € gegenüber 1,1 Mrd € im Vorjahreszeitraum. Der Ertragsteueraufwand lag im Berichtsquartal bei 920 Mio € nach 577 Mio € im ersten Quartal 2014. Die effektive Steuerquote von 62% im laufenden Quartal wurde im Wesentlichen durch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten beeinflusst. Die effektive Steuerquote des ersten Quartals 2014 betrug 34%.

Kapital, Refinanzierung und Liquidität (Tabelle 3)

Die Harte Kernkapitalquote (CET1) bei vollständiger Umsetzung der CRR/CRD4 lag zum Ende des ersten Quartals 2015 bei 11,1% und damit 60 Basispunkte unter dem Wert zum 31. Dezember 2014. Das Harte Kernkapital nach CRR/CRD4 (Vollumsetzung) stieg im Vergleich zum vierten Quartal 2014 um 1,8 Mrd Euro auf 47,8 Mrd €, was zum Großteil auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) nach CRR/CRD4 (Vollumsetzung) erhöhten sich zum Ende des ersten Quartals 2015 um 37 Mrd € auf 431 Mrd €, was Wechselkurseffekte, gestiegene RWA für operationelle Risiken sowie saisonal bedingtes Geschäftswachstum in CB&S widerspiegelt.

Die nach CRR/CRD4-Regeln (vollständige Umsetzung) ermittelte Verschuldungsquote lag zum 31. März 2015 bei 3,4%. Zum 31. März 2015 war das nach CRR/CRD4-Regeln ermittelte Leverage Exposure von 1.549 Mrd € um 104 Mrd € höher als zum 31. Dezember 2014, was nahezu vollständig auf Wechselkurseffekte zurückzuführen war.

Das Harte Kernkapital und die Verschuldungsquote wurden im ersten Quartal 2015 negativ von der EZB-Entscheidung zur Anrechnung von Zwischengewinnen und der Höhe der Dividendenabgrenzung beeinflusst.

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 247 Mrd € oder 14% auf 1.955 Mrd €, hauptsächlich gerieben durch Wechselkurseffekte und höhere Bruttomarktwerte von Derivaten aufgrund der gestiegenen Marktvolatilität und Marktaktivität im ersten Quartal 2015.

Kapitalmarktemissionen: Im Verlauf des ersten Quartals 2015 platzierte die Bank am Kapitalmarkt Wertpapiere über 16,9 Mrd €. Der durchschnittliche Spread gegenüber dem relevanten variablen Index (z. B. Libor) für die Emissionen der Bank belief sich auf 49 Basispunkte bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 5,7 Jahren. Der Refinanzierungsplan der Bank für das Gesamtjahr beläuft sich auf 30-35 Mrd €.

Die Liquiditätsreserven lagen zum 31. März 2015 bei 203 Mrd €. Davon wurden 39% als Barsalden und Äquivalente (vorwiegend bei Zentralbanken) gehalten.

Segmentergebnisse

Corporate Banking & Securities (CB&S) (Tabelle 4)

Die Erträge von CB&S stiegen im ersten Quartal 2015 um 612 Mio € oder 15% auf 4.7 Mrd €, was auf ein verbessertes Marktumfeld, erhöhte Marktvolatilität und positive Währungseffekte zurückzuführen war. Die Erträge beinhalteten kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustments, CVA) im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Reduzierung der risikogewichteten Aktiva, forderungsbezogene Bewertungsanpassungen (Debt Valuation Adjustment, DVA) sowie refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustment, FVA). Diese führten im ersten Quartal zu einem Verlust von 226 Mio €, nach einem Gewinn von 3 Mio € im ersten Quartal 2014.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im ersten Quartal 2015 mit 2,6 Mrd € um 208 Mio € (9%) über dem Wert des Vergleichsquartals 2014. Die Erträge von Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) beinhalteten zwei Bewertungsanpassungen, die zu einem Gesamtverlust von 208 Mio € führten: einen Marktwertverlust von 16 Mio € im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Senkung der risikogewichteten Aktiva (CVA), und einen FVA-Verlust von 193 Mio €. Im ersten Quartal 2014 wurde hier ein Gewinn von 43 Mio € verzeichnet.

Die gegenüber dem ersten Quartal 2014 deutlich höheren Erträge im Devisengeschäft sind auf gestiegene Kundenaktivitäten und eine stärkere Marktvolatilität zurückzuführen. Die im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegenen Erträge im Zinsgeschäft (Rates) resultierten aus gestiegenen Kundenaktivitäten, vor allem in Europa. Im Flow-Credit-Geschäft lagen die Erträge deutlich höher, und auch die Erträge in Emerging Markets sind gegenüber dem Vergleichsquartal gestiegen. Diese Entwicklungen wurden durch ein günstigeres Marktumfeld unterstützt. Die Erträge bei Distressed Products lagen deutlich niedriger als im ertragsstarken ersten Quartal 2014. RMBS wies deutlich niedrigere Erträge infolge schwieriger Marktbedingungen aus.

Sales & Trading (Equity) erbrachte im ersten Quartal 2015 Erträge von 1,0 Mrd €, was gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einem Anstieg von 242 Mio € (31%) entspricht. Prime Finance verzeichnete aufgrund gestiegener Kundenvolumina gegenüber dem Vorjahresquartal ein deutliches Ertragswachstum. Im Bereich Equity Derivatives wurden im Berichtszeitraum aufgrund der besseren Performance in den Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik signifikant höhere Erträge als im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Auch im Bereich Equity Trading waren die Erträge höher, zurückzuführen auf die gestiegenen Erträge in Asien und Europa aufgrund günstiger Marktbedingungen und höherer Aktienbewertungen.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen im Berichtsquartal um 159 Mio € (26%) auf 784 Mio € gegenüber dem ersten Quartal 2014. Die deutlich höheren Erträge im Beratungsgeschäft sind auf ein gestiegenes Provisionsaufkommen im Markt zurückzuführen. Die Erträge im Aktien- und Anleiheemissionsgeschäft waren infolge starker Transaktionsvolumina höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde im Unternehmensbereich CB&S im ersten Quartal 2015 eine Nettozuführung von 37 Mio € nach 16 Mio € im Vorjahresquartal ausgewiesen. Dieser Anstieg war auf eine höhere Risikovorsorge für Schiffsfinanzierungen zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2014 um 1,4 Mrd € (54%) auf 4,0 Mrd €. Ursächlich für diesen Anstieg waren erheblich höhere Kosten für Rechtsstreitigkeiten, ungünstige Wechselkursänderungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Diese Zunahmen haben die Einsparungen aus dem OpEx-Programm und die geringeren Vergütungskosten neutralisiert.

Das Ergebnis vor Steuern sank im ersten Quartal 2015 im ergleich zum Vorjahresquartal um 796 Mio € auf 643 Mio €.

Private & Business Clients (PBC) (Tabelle 5)

In PBC erhöhten sich die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 20 Mio € oder 1% auf 2,5 Mrd €. Die Erträge im Kreditgeschäft stiegen um 83 Mio € (10%) im Vergleich zum ersten Quartal 2014. Neben höheren Kreditvolumina und verbesserten Kreditmargen, vor allem im Baufinanzierungs- und Bauspargeschäft, resultierte dies aus spezifischen Effekten aus erfolgreichen Vertragsanpassungen mit Geschäftspartnern in der Postbank sowie Sondereffekten im Zusammenhang mit der Anpassung interner Refinanzierungsmodelle in der Privat- und Geschäftskundenbank. In einem insgesamt positiven Marktumfeld erreichten die Erträge im Wertpapier- und Versicherungsgeschäft mit einer Zunahme um 57 Mio € (16%) auf 406 Mio € im Berichtsquartal ein neues Rekordniveau seit der Finanzkrise. Dies spiegelte die anhaltende positive Entwicklung des Wertpapiergeschäfts wider, in dem die Transaktionsvolumina höher waren als im Vorjahresquartal. Der Rückgang der Erträge im Einlagengeschäft um 63 Mio € (8%) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres wurde vor allem durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld in Europa verursacht. Die Erträge aus Postdienstleistungen und bankfremden Produkten sanken im Vergleich zum ersten Quartal 2014 um 43 Mio € (41%). Dieser Rückgang war auf einen neuen Vertrag mit Deutsche Post DHL zurückzuführen. Ursächlich für die Abnahme der Erträge aus dem Zahlungsverkehr sowie dem Karten- und Kontengeschäft um 12 Mio € (5%) gegenüber dem Vorjahresquartal waren geänderte regulatorische Vorgaben in Bezug auf Gebühren im Zahlungsverkehr und Kartengeschäft. Im ersten Quartal 2014 wurde im Privat- und Firmenkundengeschäft ein Gewinn aus einem Geschäftsverkauf in einer vorangegangenen Berichtsperiode ausgewiesen, während im Berichtsquartal höhere Erträge aus nicht operativen Aktivitäten der Postbank und eine bessere Performance der Beteiligung an der Hua Xia Bank verzeichnet wurden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sank um 6 Mio € oder 4% auf 135 Mio € und blieb damit auf einem historisch niedrigen Niveau. Dies war nach wie vor auf die Qualität des Kreditportfolios von PBC und das günstige wirtschaftliche Umfeld in Deutschland zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 36 Mio € (2%) auf 1,8 Mrd €. Die Umsetzungskosten im Rahmen des OpEx-Programms und der Postbank-Integration gingen um 23 Mio € zurück, was die erwarteten Fortschritte bei diesen Programmen widerspiegelte. Darüber hinaus erzielte PBC dank Effizienzsteigerungen im Rahmen des OpEx-Programms weiterhin inkrementelle Einsparungen. Diese Effekte wurden teilweise durch höhere Infrastrukturkosten aufgehoben, die vor allem durch aufsichtsrechtliche Anforderungen und die Einrichtung neuer Kontrollfunktionen verursacht wurden.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2014 vor allem aufgrund der positiven operativen Geschäftsentwicklung um 61 Mio € (13%) auf 536 Mio €.

Die Invested Assets stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 11 Mrd €. Dies war hauptsächlich auf positive Marktwertentwicklungen und leichte Nettomittelzuflüsse, insbesondere im Wertpapiergeschäft, zurückzuführen.

Global Transaction Banking (GTB) (Tabelle 6)

Im ersten Quartal 2015 verzeichnete GTB mit einer Ertragssteigerung von 114 Mio € (11%) auf 1,1 Mrd € die bisher höchsten Erträge für ein Quartal, was von einem positiven Währungseffekt unterstützt wurde. In den Erträgen im Vorjahresquartal war ein Erlös aus dem Verkauf der registrar services GmbH enthalten. Die Erträge in Trade Finance profitierten von steigenden Volumina, welche die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds und anhaltenden Margendrucks mehr als ausglichen. Securities Services verzeichnete dank des starken Anstiegs der Volumina, vor allem in der Region Asien-Pazifik, ein Ertragswachstum. In Cash Management nahmen die Geschäftsaktivitäten ebenfalls zu.

Im Berichtsquartal sank die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Vergleich zum ersten Quartal 2014 um 9 Mio € auf 15 Mio €. Dies war auf geringere Rückstellungen in Trade Finance und im Firmenkundengeschäft in den Niederlanden zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 71 Mio € (11%) auf 709 Mio €. Diese Zunahme resultierte hauptsächlich aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Anforderungen sowie gestiegenen ertragsbezogenen Kosten.

Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 53 Mio € (15%) auf 409 Mio €.

Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) (Tabelle 7)

Die Erträge in Deutsche AWM lagen im Berichtsquartal mit 1,4 Mrd € um 314 Mio € (29%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Die Managementgebühren und sonstigen laufenden Erträge nahmen um 209 Mio € (34%) zu. Grund hierfür war ein Anstieg der durchschnittlichen verwalteten Vermögenswerte im Berichtsquartal nach Zuflüssen sowie positiven Markt- und Währungseffekten. Der Zinsüberschuss stieg infolge eines höheren Kreditvolumens und positiver Währungseffekte um 43 Mio € (29%). Die Erträge aus Sonstigen Produkten sanken gegenüber dem ersten Quartal 2014 um 67 Mio € (95%), hauptsächlich bedingt durch ungünstige Veränderungen bei Altersvorsorgeprodukten, die durch den Rückgang der langfristigen Zinssätze beeinflusst wurden, und durch eine Wertminderung bei Aktiven Anlageprodukten in Bezug auf ein HETA-Exposure von 110 Mio €. Gestiegene Erträge aus alternativen Anlagen haben diese Belastungen teilweise kompensiert. Die Marktwertschwankungen im Versicherungsgeschäft von Abbey Life erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 127 Mio €. Dies resultierte aus gestiegenen Marktgewinnen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft blieb mit 4 Mio € auf einem sehr niedrigen Niveau.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2015 mit 1,1 Mrd € um 185 Mio € (21%) über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Grund dafür waren höhere Aufwendungen im Versicherungsgeschäft, Währungseffekte, höhere ertragsgetriebene Aufwendungen und gestiegene Vergütungsaufwendungen, vor allem in Bezug auf höhere regulatorische Anforderungen und strategische Neueinstellungen. Diese Effekte wurden teilweise durch geringere Umsetzungskosten im Rahmen des OpEx-Programms und gesunkene Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 291 Mio € und lag damit um 125 Mio € (75%) über dem Wert des Vorjahresquartals.

Im ersten Quartal 2015 beliefen sich die Invested Assets auf 1.200 Mrd €. Der Anstieg um 120 Mrd € war hauptsächlich auf Währungseffekte von 63 Mrd €, positive Marktwertentwicklungen von 46 Mrd € und Zuflüsse von 17 Mrd € zurückzuführen.

Non-Core Operations Unit (NCOU) (Tabelle 8)

Im Berichtsquartal stiegen die Erträge der NCOU um 273 Mio € auf 336 Mio €. Dies war auf eine Zahlung im Zusammenhang mit einer speziellen Rechtsstreitigkeit in Höhe von 219 Mio € zurückzuführen. Die geringeren Portfolioerträge nach dem Verkauf der BHF-Bank und von The Cosmopolitan of Las Vegas im Jahr 2014 wurden durch den Nettoeffekt aus Bewertungs- und Marktwertanpassungen ausgeglichen. Die NCOU generierte durch ihre Aktivitäten zum Risikoabbau Erträge von 98 Mio € gegenüber Erträgen von 67 Mio € im Vergleichsquartal 2014.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war im ersten Quartal 2015 mit 28 Mio € um 39 Mio € niedriger als im Vorjahresquartal. Dies resultierte aus einer gesunkenen Risikovorsorge im Zusammenhang mit nach IAS 39 umklassifizierten Vermögenswerten.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2014 um 152 Mio € (28%). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist vorrangig auf höhere Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch niedrige Aufwendungen durch den Verkauf der BHF-BANK und von The Cosmopolitan of Las Vegas sowie durch den Wegfall einer Wertminderung im Vorjahr.

Der Verlust vor Steuern verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 160 Mio € auf 381 Mio €.

Consolidation & Adjustments (C&A) (Tabelle 9)

C&A verzeichnete im ersten Quartal 2015 einen Verlust vor Steuern von 18 Mio €, nach einem Verlust vor Steuern von 216 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf Bewertungs- und zeitliche Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und der Berichterstattung gemäß IFRS zurückzuführen, die zu einem positiven Effekt von 324 Mio € gegenüber negativen 134 Mio € im Vorjahresquartal führten. Des Weiteren leistete eine Anpassung zwecks Berücksichtigungen der Refinanierzungskosten von Derivaten auf interne unbesicherte Derivategeschäfte zwischen CB&S und Treasury einen positiven Beitrag von 1 Mio € im ersten Quartal 2015 gegenüber einem negativen Effekt von 95 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Diese positiven Effekte wurden teilweise durch negative Effekte aus Bankenabgaben in Höhe von 426 Mio € aufgehoben. Diese Aufwendungen werden im Laufe des Berichtsjahres auf die Geschäftsbereiche zugeordnet.

Die vollständige Presse-Information, inklusive Tabellen, ist hier abrufbar.

Die Ergebnisse des 1. Quartals 2015 werden am Montag, 27. April 2015, in einer Analysten-Konferenz um 08.00 Uhr erläutert (MEZ). Die Konferenz wird im Internet übertragen: http://www.deutsche-bank.de/ir/video-audio

Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2015 kann ab dem 27. April 2015 im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/1Q2015. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/finanztabellen