18. Mai 2020

DB Privat- und Firmenkundenbank AG geht in der Deutsche Bank AG auf

• Eintragung ins Handelsregister am 15. Mai 2020
• Wichtiger Schritt hin zu geringeren Kosten, günstigerer Refinanzierung und einfacheren Strukturen im Privatkundengeschäft
• Rechtsnachfolge ohne Auswirkung auf das Kundengeschäft

Mit der Eintragung ins Handelsregister hat die Deutsche Bank zum 15. Mai 2020 die bisherige DB Privat- und Firmenkundenbank AG auf die Deutsche Bank AG verschmolzen. Kunden, Mitarbeiter sowie Bilanzpositionen und Betriebsvermögen sind vollständig auf die Rechtsnachfolgerin Deutsche Bank AG übergangen. Die technische Überführung in den Systemen erfolgte während des vergangenen Wochenendes.

Die Verschmelzung der Rechtseinheiten ist ein wichtiger Teil des Konzernumbaus, für den sich die Deutsche Bank im Sommer 2019 ehrgeizige Ziele gesetzt hat: Bis 2022 will sie die Kosten und den Refinanzierungsaufwand weiter senken sowie die Erträge und den Gewinn steigern. Einen wesentlichen Beitrag dazu soll das Privatkundengeschäft im Heimatmarkt der Bank leisten.

Karl von Rohr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank und Leiter der Privatkundenbank, sagte anlässlich der Eintragung ins Handelsregister: „Wir haben heute eine der größten Bankfusionen in der Geschichte der Bundesrepublik im Zeitplan und reibungslos abgeschlossen. Unsere Teams haben dieses Projekt während der Corona-Pandemie zusätzlich zu den Tagesaufgaben für unsere Kunden mobil von zuhause aus abgearbeitet. Die Bank hat damit einmal mehr gezeigt, wie leistungsfähig sie auch in Krisensituationen ist.“

Durch die rechtliche Umwandlung senkt die Deutsche Bank ihre Kosten deutlich, weil ein Teil der Infrastrukturfunktionen und der Arbeiten für die Unternehmenssteuerung entfällt, die bislang sowohl im Konzern als auch in der DB Privat- und Firmenkundenbank AG vorgehalten und speziell für die jeweilige Rechtseinheit erledigt wurden. Zudem sinken Refinanzierungs- und Verwaltungsaufwand, und die Steuerung des Unternehmens (Corporate Governance) wird vereinfacht. Die Fusion legt auch den Grundstein für eine technologische Lösung, für die bis 2022 zunächst die Systeme der Postbank auf die IT der Deutschen Bank umgezogen werden sollen. Mit diesem und weiteren Schritten wird die Privatkundenbank in Deutschland in den kommenden Jahren ihre IT- und Prozess-Architektur umfassend modernisieren.

Die Mitarbeiter der bisherigen DB Privat- und Firmenkundenbank AG wechseln im Zuge der Verschmelzung zur Deutsche Bank AG und behalten entsprechend der gesetzlichen Regelungen ihre bisherigen Arbeitsbedingungen. Für alle Beamten in der Marke Postbank übernimmt der Konzern die sogenannte Dienstherreneigenschaft. Über einen erwarteten Stellenabbau gibt es zurzeit Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, die rasch abgeschlossen werden sollen.

Auf die Kunden der bisherigen DB Privat- und Firmenkundenbank AG hat die Verschmelzung keine Auswirkungen. Die Deutsche Bank wird ihre Privat- und Firmenkunden weiterhin mit den Marken Deutsche Bank und Postbank betreuen und alle Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Filialen der ehemaligen DB Privat- und Firmenkundenbank AG werden in der Deutsche Bank AG unverändert fortgeführt. Auch an den Preisen und Produkten wird sich durch die Fusion nichts ändern – genauso wenig wie an der Betreuung der Kunden, am Umfang der Dienstleistungen, an den Ansprechpartnern und den Kontaktdaten. Das Geschäft mit Privatkunden in Deutschland verantwortet auch künftig Manfred Knof, für die Firmenkunden im Heimatmarkt ist weiter Stefan Bender verantwortlich.