20. März 2020

Finanzberichte bestätigen erreichte Ziele für 2019

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat bei der Umsetzung ihrer Transformationsstrategie im Jahr 2019 alle Ziele erreicht oder übertroffen. Das bestätigen die heute veröffentlichten testierten Ergebnisse für 2019. Die Deutsche Bank hat zudem ihre Aktivitäten auf dem Gebiet Nachhaltigkeit erheblich gesteigert, hat weiterhin in junge Mitarbeiter investiert und weitere Fortschritte bei der Förderung von Vielfalt und Inklusion erzielt. Das hat die Bank im Nichtfinanziellen Bericht und im Personalbericht dargelegt, die sie ebenfalls heute vorgelegt hat.

Die relevanten Fakten und Zahlen im Überblick:

Geschäftsbericht 2019: Alle Ziele für 2019 erreicht oder übertroffen

  • Harte Kernkapitalquote (CET 1): 13,6 Prozent; Verschuldungsquote (Vollumsetzung): 4,2 Prozent.
  • Risikoabbau in der Kapitalabbaueinheit (CRU) über Plan: Die Verschuldungsposition ist 2019 um 55 Prozent gesunken, die risikogewichteten Aktiva (RWA) sind um 36 Prozent zurückgegangen.
  • Die Zahl der Vollzeitstellen wurde um 5 Prozent auf 87.597 verringert.
  • Die bereinigten Kosten von 21,5 Milliarden Euro lagen im Plan.
  • Die Gesamtvergütung gegenüber 2018 ist um 7 Prozent gesunken, die variable Vergütung um 22 Prozent.
  • Die Vorstandsvergütung liegt um 35 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Nichtfinanzieller Bericht 2019:

  • Die Deutsche Bank unterstützte Kunden dabei, mehr als 22 Milliarden Euro an Anleihen zu emittieren, die an Umweltschutz, Soziales, gute Unternehmensführung (ESG – Environmental, Social, Governance) und Nachhaltigkeit geknüpft waren.
  • Die Bank war an Krediten in Höhe von mehr als 50 Milliarden Euro beteiligt, die an Nachhaltigkeit geknüpft waren.
  • Die DWS verwaltete für ihre Kunden zum Jahresende 70 Milliarden Euro an nachhaltigen Vermögen sowie Investitionen in zertifizierte „grüne“ Gebäude und Infrastrukturinvestitionen in Projekte zu erneuerbaren Energien. Das bedeutet einen Anstieg um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Die Deutsche Bank investierte 58 Millionen Euro (+8 Prozent) in ihr gesellschaftliches Engagement. Davon profitierten insgesamt 1,6 Millionen Menschen.

Personalbericht 2019:

  • Die Deutsche Bank stellte 955 Hochschulabsolventen ein, so viele wie selten zuvor; sie wählte 667 Auszubildende aus 24.000 Bewerbern in Deutschland aus.
  • Zum neunten Mal hintereinander stieg der Anteil von Frauen auf den Verantwortungsstufen Director und Managing Director im Vorjahresvergleich. Allerdings sind weitere Fortschritte erforderlich, um die selbstgesteckten Ziele der Bank bis 2021 zu erreichen.
  • Vielfalt und Teilhabe: Zum 17. Mal hintereinander erzielte die Bank 100 Punkte im Corporate Equality Index der Human Rights Campaign.

Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte: „Die Deutsche Bank ist gut ins Jahr 2020 gestartet, nachdem wir 2019 alle Ziele unserer Transformationsstrategie erreicht oder sogar leicht übertroffen haben. Wir sind entschlossen, unseren Weg konsequent fortzusetzen.“

Sewing ergänzte: „Aufgrund unserer Finanzstärke sind wir gut positioniert, um unsere Kunden in der gegenwärtigen Phase der Unsicherheit zu unterstützen. Natürlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, sämtliche Folgen für die Gesamtwirtschaft abzuschätzen. Aber durch unsere neue Strategie sind wir auf Marktturbulenzen wesentlich besser vorbereitet als noch vor einem Jahr.“

Geschäftsbericht

Die Deutsche Bank bestätigte, dass 70 Prozent der insgesamt erwarteten, transformationsbedingten Effekte bereits zum Jahresende 2019 verbucht waren.

Wie bei der Bekanntgabe der Transformationsstrategie im Juli 2019 angekündigt, werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für 2019 keine Dividende auszuschütten. Die Deutsche Bank wird die Kupons auf das zusätzliche Kernkapital (AT1) in Höhe von rund 350 Millionen Euro im April 2020 aus den verfügbaren ausschüttungsfähigen Posten (Available Distributable Items, ADI) bedienen. Diese betrugen zum Jahresende 2019 30 Milliarden Euro, wie im gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) erstellten Jahresabschluss und Lagebericht für die Deutsche Bank AG ausgewiesen ist.

Der Abschnitt Ausblick des Geschäftsberichts enthält einen Kommentar zu COVID 19. Während es zu früh ist, die Auswirkungen auf unser Geschäft oder unsere finanziellen Ziele der sich ausbreitenden Pandemie und den Antworten der Regierungen darauf zu prognostizieren, könnten wir in erheblicher Weise durch einen anhaltenden Abschwung von lokalen, regionalen oder globalen wirtschaftlichen Bedingungen negativ beeinträchtigt werden. Angesichts der Ungewissheit über die Ausbreitung, die Dauer und die Marktauswirkungen von COVID 19 berücksichtigen unsere zukunftsgerichteten Annahmen derzeit keine möglichen Auswirkungen daraus.

Vergütung

Die Gesamtvergütung der Deutsche-Bank-Mitarbeiter belief sich für 2019 auf 10,0 Milliarden Euro (2018: 10,7 Milliarden Euro), was einem Rückgang um 7 Prozent entsprach. Die Gesamtvergütung umfasst eine variable Vergütung (die Gruppen- sowie die individuelle Komponente) in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, im Vergleich zu 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2018. Dieser Rückgang von rund 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist einerseits auf den Stellenabbau zurückzuführen, andererseits fiel die variable Vergütung auch infolge des Nachsteuerverlusts der Bank geringer aus. 36 Prozent der variablen Vergütung für 2019 wird erst in späteren Jahren ausgezahlt.

Die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Vorstands, der im Jahresschnitt aus acht Personen bestand, belief sich 2019 auf insgesamt 36,0 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2018: 55,7 Millionen Euro, bei zehn Vorstandsmitgliedern im Jahresschnitt). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr spiegelt vor allem die Entscheidung des Vorstands wider, auf die individuelle Komponente seiner variablen Vergütung für 2019 zu verzichten. Dadurch verringerte sich die gesamte variable Vergütung um 48 Prozent. Die Gesamtsumme umfasst die Vergütung der derzeitigen Vorstandsmitglieder sowie die Vergütung derjenigen Vorstandsmitglieder, die einen Teil des Jahres 2019 im Amt waren. Christian Sewing erhielt als Vorstandsvorsitzender eine Gesamtvergütung von 5,0 Millionen Euro.

Andere Finanzberichte

Die Deutsche Bank hat heute zudem den Säule-3-Bericht sowie den nach Handelsgesetzbuch (HGB) erstellten Jahresabschluss für die Deutsche Bank AG für 2019 veröffentlicht.

Zusätzlich zu den genannten Finanzberichten wird der SEC-Bericht nach „Form 20-F“ (in englischer Sprache) heute im Laufe des Tages zur Verfügung gestellt.

Personalbericht

Der Personalbericht enthält Informationen zur Personalstrategie und entsprechenden Initiativen im Jahr 2019, statistische Daten und detaillierte Kennzahlen zu allen Themen zur Belegschaft.

Stellenabbau weiter im Plan, trotz Investitionen in die IT und bankinterne Kontrollen

Jeweils in Vollzeitkräfte umgerechnet sank die Zahl der Mitarbeiter zum Jahresende 2019 um 4.140 oder 5 Prozent auf 87.597. Dazu trug der Ausstieg aus dem institutionellen Aktienhandel ebenso bei wie der Verkauf des Privat- und Firmenkundengeschäfts in Portugal, durch den 300 Vollzeitstellen wegfielen. Das Management hat 2019 weitere wichtige Aufgaben wieder in die Bank integriert, insbesondere im IT-Bereich, was einen Stellenanstieg zur Folge hatte. Zudem hat die Bank ihre Kontrollen gestärkt, insbesondere indem sie die Abteilung gegen Finanzkriminalität (Anti-Financial Crime, AFC) weiter ausbaute – mit rund 250 zusätzlichen Mitarbeitern in diesem Bereich. Die Deutsche Bank erhöhte die Ausgaben für die Steuerung nichtfinanzieller Risiken im Jahr 2019 auf rund 600 Millionen Euro, eine Verdreifachung gegenüber 2013.

Verstärkte Investitionen in junge Mitarbeiter

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr 955 Hochschulabsolventen eingestellt, nach 910 im Jahr 2018 und 617 im Jahr 2017. Der Anteil weiblicher Hochschulabsolventen lag 2019 bei 39 Prozent und damit in etwa auf Vorjahresniveau. 2019 hat die Bank in Deutschland 667 neue Auszubildende aufgenommen, die sie aus rund 24.000 Bewerbern auswählte. Bei den Auszubildenden liegt der Frauenanteil bei 41,9 Prozent.

Engagement für Chancengleichheit der Geschlechter, Vielfalt und Teilhabe

Die Deutsche Bank hat bei der Chancengleichheit der Geschlechter 2019 weitere Fortschritte erzielt, unter anderem auf den Führungsebenen Director und Managing Director. Zum Jahresende 2019 stieg der Anteil der weiblichen Managing Directors auf 18,3 Prozent (2018: 18,1 Prozent) und der weiblichen Directors auf 25,1 Prozent (2018: 24,5 Prozent). Die Deutsche Bank hat den Anteil von Frauen bei Managing Directors und Directors somit in jedem Jahr seit 2010 gesteigert, als die Bank zum ersten Mal entsprechende Ziele veröffentlichte. Die freiwilligen Ziele eines Frauenanteils von 21 Prozent bei den Managing Directors und 28 Prozent bei den Directors bis Ende 2021 wurden jedoch noch nicht erreicht. Insgesamt blieb der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft stabil bei 46,3 Prozent.

Die Deutsche Bank ist in 59 Ländern tätig und beschäftigte Ende 2019 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit 140 Nationalitäten. 2019 erhielt die Bank im 17. Jahr in Folge die Höchstwertung von 100 Punkten im Corporate Equality Index der Human Rights Campaign. Zudem wurde die Bank mit dem Preis „Bester Arbeitsplatz für LSBTQ-Gleichheit“ ausgezeichnet. Das innovative Praktikumsprogramm für Hochschulabsolventen mit Autismus, das die Deutsche Bank vor vier Jahren in Großbritannien startete, hat sie inzwischen auch in den USA eingeführt.

Nichtfinanzieller Bericht

Die Deutsche Bank hat heute auch ihren nichtfinanziellen Bericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. Zusätzlich zu Informationen zur Steuerung nichtfinanzieller Risiken (Kultur und Integrität, Kampf gegen Finanzkriminalität) enthält der Bericht Details zu Fortschritten mit Blick auf die Themen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG).

Engagement für klimafreundliche und sozial verantwortliche Lösungen

Als globaler Finanzdienstleister will die Deutsche Bank eine wichtige Rolle dabei spielen, den Übergang zu einer kohlenstoffdioxidarmen und nachhaltigen Wirtschaft zu erleichtern. Die Bank ist entschlossen, Finanzströme in Richtung klimafreundlicher und sozial verantwortlicher Lösungen und Innovationen zu lenken.

Im Jahr 2019 unterzeichnete die Deutsche Bank als Gründungsmitglied die UN-Prinzipien für ein verantwortungsvolles Bankgeschäft. Sie arbeitet daran, die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) durch interne Maßnahmen und externe Brancheninitiativen umzusetzen.

Alle Geschäftsbereiche der Deutschen Bank trugen im Jahr 2019 zu diesem Ziel bei:

  • Die Deutsche Bank unterstützte ihre Kunden bei der Aufnahme von mehr als 22 Milliarden Euro an Anleihen, die an ESG- und an Nachhaltigkeitskriterien gebunden sind. Das war das 2,5fache im Vergleich zum Vorjahr. Zudem arrangierte sie Projektfinanzierungen in Höhe von insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro im Bereich erneuerbare Energien mit einer Leistung von über 2.200 Megawatt.
  • Die Deutsche Bank koordinierte global acht an Nachhaltigkeitskriterien gebundene Kredite und beteiligte sich insgesamt an über 20 nachhaltigkeitsgebundenen Krediten mit einem Gesamtvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro.
  • In einem neuen Fonds, der in Unternehmen investiert, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, konnte die Deutsche Bank Bruttozuflüsse von rund 248 Millionen Euro verzeichnen. Das entspricht rund 22 Prozent der gesamten Bruttozuflüsse in Themenfonds. Das Geschäft mit vermögenden Kunden (Wealth Management) steigerte das Kundenvermögen in ESG-Fonds im Jahr 2019 um 56 Prozent auf über 300 Millionen Euro.
  • Die DWS verwaltete zum Jahresende 2019 ein ESG-Vermögen von 70 Milliarden Euro, ein Anstieg um 41 Prozent nach 49 Milliarden Euro zum Jahresende 2018. Dazu gehören ESG- und nachhaltig verwaltetes Vermögen sowie Immobilieninvestitionen in zertifizierte „grüne“ Gebäude und Infrastrukturinvestitionen in erneuerbare Energien. Die DWS wurde auch dafür ausgezeichnet, wie sie ihre ESG-Vollmachtstimmrechte in den USA ausgeübt hat. Laut Morningstar gehörte die DWS Ende 2019 zu den führenden Vermögensverwaltern, die in den vergangenen fünf Jahren am meisten Aktionärsbeschlüsse im Zusammenhang mit dem Klimawandel unterstützt haben.
Gesellschaftliches Engagement

2019 investierte die Deutsche Bank 58 Millionen Euro in ihr gesellschaftliches Engagement, gegenüber 54 Millionen Euro im Vorjahr. Insgesamt haben rund 1,6 Millionen Menschen von den Initiativen im Rahmen des gesellschaftlichen Engagements der Deutschen Bank profitiert. Die Born-to-Be-Jugendprojekte haben rund 460.000 Kindern und Jugendlichen in 25 Ländern geholfen, ihr Potenzial zu entwickeln. Dies umfasste auch Initiativen, die die finanzielle Bildung verbessern, sowie Aktionen zur Teilhabe. Über das Förderprogramm für soziale Unternehmen, Made for Good, hat die Bank mit 5.735 sozialen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zusammengearbeitet und 560.000 Menschen erreicht. 585.000 Menschen haben davon profitiert, dass die Bank sich für Kommunen und deren Sozialwesen einsetzt und die entsprechende Infrastruktur stärkt.

Weltweit haben rund 19.000 Mitarbeiter beziehungsweise 25 Prozent der Belegschaft (ohne Postbank) an Plus-You-Mitarbeiterprogrammen teilgenommen und sich ehrenamtlich gesellschaftlich engagiert. Im Jahr 2018 waren es 23 Prozent. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank haben dafür rund 220.000 Stunden freiwillig aufgewandt. Durch die Kombination von Spenden der Bank und ihrer Mitarbeiter konnten im Jahr 2019 – trotz eines zunehmenden Budgetdrucks – 8,4 Millionen Euro für gute Zwecke gesammelt werden.

Endgültige, testierte Zahlen im Überblick

Die Berichte im Internet

Alle Berichte, einschließlich eines Überblicks über die Finanzkennzahlen, können Sie hier herunterladen: https://www.db.com/ir/de/berichte-und-events.htm
Der Bericht nach „Form 20-F“ (in englischer Sprache) wird heute im Laufe des Tages an die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC übermittelt und anschließend in englischer Sprache auf unserer Webseite veröffentlicht: https://www.db.com/ir/en/sec-filings-for-financial-results.htm
Ergebnisse im ersten Quartal

Die Ergebnisse des ersten Quartals werden am 29. April 2020 veröffentlicht.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wird der Konzern seine Abschlüsse in Übereinstimmung mit der IAS-Verordnung der EU (Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002) erstellen und Portfolio-Fair Value Hedge Accounting für nicht fällige Einlagen gemäß der Carve-Out-Vorschriften nach IAS 39 (allgemein als „EU-Carve-Out“ bezeichnet) anwenden. Ziel ist es, den Hedge-Accounting-Ansatz des Konzerns mit seiner Risikomanagement-Praxis und der Bilanzierungspraxis der wichtigsten Wettbewerber der Bank in der Europäischen Union in Einklang zu bringen. Die SEC-Berichterstattung des Konzerns bleibt unverändert.