IBOR-Ablösung

Einleitung

Interbanken-Zinssätze (IBORs) werden durch risikofreie Referenzzinssätze (RFRs) ersetzt. Auf dieser Seite erfahren Sie Näheres über die verschiedenen Aspekte der IBOR-Ablösung – wie und weshalb diese erfolgt und was bis wann zu tun ist.

Bitte beachten Sie die nachstehenden Informationen sowie die auf Privat-, Firmen- und institutionelle Kunden bezogenen Abschnitte.

Überblick zur IBOR-Ablösung

Seit den 1980er Jahren sind die IBORs die gängigen Referenzzinssätze an den Finanzmärkten weltweit.

Sie werden bei der Preisgestaltung zahlreicher Finanzprodukte als Bezugswerte herangezogen – etwa bei Krediten, Hypotheken, Anleihen, Derivaten, ETFs und strukturierten Anlageprodukten.

Der Interbankenmarkt für unbesicherte Kredite, auf den sich die IBORs (z. B. der LIBOR und der EONIA) beziehen, ist erheblich geschrumpft, sodass die Sorge besteht, dass diese Referenzzinssätze ein systemisches Risiko darstellen. Dies ist der Grund dafür, dass die IBORs durch alternative RFRs abgelöst werden. Die Empfehlung hierfür gab 2014 das internationale Branchengremium Financial Stability Board.

RFRs sind robuste und zuverlässige Overnight-Referenzsätze, die für viele Zwecke und Marktanforderungen gut geeignet sind. Sowohl an den Kassa- als auch an den Derivatemärkten werden künftig RFRs als primäre Referenzzinssätze genutzt.

Die britische Finanzaufsicht FCA hat am 5. März 2021 die Termine bestätigt, nach denen die Panel-Banken keine LIBOR-Werte mehr melden bzw. keine repräsentativen LIBOR-Sätze mehr verfügbar sein werden:

  • unmittelbar nach dem 31. Dezember 2021 für alle LIBOR-Laufzeiten für das Pfund Sterling, den Euro, den Schweizer Franken und den japanischen Yen sowie für die die 1-Wochen- und 2-Monats-Laufzeiten für den US-Dollar; und
  • unmittelbar nach dem 30. Juni 2023 für alle übrigen US-Dollar-Laufzeiten.

Der EONIA (Euro Overnight Index Average) wird am 3. Januar 2022 eingestellt. Zudem erfolgen weitere Benchmark-Reformen in verschiedenen Ländern weltweit.

Aufgrund dieser Änderungen müssen die Verträge bestimmter Produkte auf die alternativen risikofreien Referenzzinssätze umgestellt werden. Aufsichtsbehörden haben eindringlich darauf hingewiesen, dass es sich um einen komplexen, zweitaufwändigen Prozess handelt, und alle Nutzer betroffener Finanzprodukte dazu aufgerufen, rechtzeitig vor dem Ablösungstermin die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.

Die Deutsche Bank beteiligt sich aktiv an den branchenweiten Anstrengungen zur Unterstützung der Umstellung auf die IBOR-Alternativen. Die Bank bereitet sich mit umfangreichen Maßnahmen auf die Einstellung der IBORs vor, klärt ihre Kunden über die bevorstehenden Änderungen auf und begleitet sie in der Umstellungsphase.

Alle Kunden sind aufgerufen, sich mit ihrem Kundenbetreuer bei der Deutschen Bank in Verbindung zu setzen, um die Auswirkungen der IBOR-Ablösung in ihrem individuellen Fall abzuklären. Alternativ bitten wir Sie, unser zuständiges Team per E-Mail an IBORtransition@db.com zu kontaktieren.

Weitere Informationen zu den Auswirkungen der IBOR-Ablösung für Privat-, Firmen- und institutionelle Kunden sind auf unserer Website auf den spezifischen Seiten für diese Kundenkategorien verfügbar.

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