2. Februar 2017

Deutsche Bank: harte Kernkapitalquote von 11,9% trotz 1,4 Milliarden Euro Verlust nach Steuern im Gesamtjahr 2016

John Cryan, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, sagte: „Unsere Ergebnisse des Jahres 2016 spiegeln sowohl den konsequenten Umbau der Bank als auch die Marktturbulenzen rund um unser Haus wider. In einem besonders schwierigen Jahr haben wir bewiesen, wie widerstandsfähig wir sind. Wir haben 2016 mit einer erfreulich starken Kapital- und Liquiditätsposition abgeschlossen und schauen nach einem vielversprechenden Jahresstart optimistisch nach vorn.“

Höchste Kapitalquote seit zwölf Quartalen

  • Die harte Kernkapitalquote (Vollumsetzung) ist auf 11,9% zum Jahresende gestiegen nach 11,1% am Ende des dritten Quartals. Das war der höchste Stand seit zwölf Quartalen.
  • Das harte Kernkapital (CET1, Vollumsetzung) ist im Jahresverlauf um 3% auf 42,7 Milliarden Euro gefallen.
  • Die geschätzte verfügbare Verlustabsorptionskapazität (TLAC) betrug am Jahresende 116 Milliarden Euro.
  • Die risikogewichteten Aktiva sind im Jahresverlauf um 39 Milliarden Euro auf 358 Milliarden Euro gesunken. Das haben wir erreicht, indem wir Aktiva veräußert und Risiken abgebaut haben.
  • Die Liquiditätsreserven betrugen zum Jahresende 218 Milliarden Euro nach 200 Milliarden Euro am Ende des dritten Quartals 2016.

Erträge im Gesamtjahr niedriger

  • Die Erträge lagen im vierten Quartal 2016 bei 7,1 Milliarden Euro, das war ein Anstieg um 6% gegenüber dem Vorjahresquartal.
  • Die Erträge im Gesamtjahr 2016 fielen mit 30,0 Milliarden Euro 10% niedriger aus als im Vorjahr. Die Ursachen waren ein herausforderndes Marktumfeld mit anhaltend niedrigen Zinsen, Deutsche Bank spezifische Belastungen und der gezielte Umbau der Bank.

Kosten sanken im Gesamtjahr

  • Die bereinigten Kosten lagen im vierten Quartal bei 6,2 Milliarden Euro und damit 9% niedriger als im Vorjahresquartal.
  • Die bereinigten Kosten betrugen im Gesamtjahr 24,7 Milliarden Euro und waren 6% niedriger als im Vorjahr.
  • Die zinsunabhängigen Aufwendungen im vierten Quartal waren mit 9,0 Milliarden Euro stabil gegenüber dem Vorjahresquartal, einschließlich Belastungen von 2,6 Milliarden Euro durch Rechtsstreitigkeiten und Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Abbey Life.
  • Die zinsunabhängige Aufwendungen im Gesamtjahr lagen mit 29,4 Milliarden Euro 24% unter dem Vorjahrswert, vor allem aufgrund niedrigerer Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten und Wertminderungen im Jahr 2016.
  • Der Personalaufwand ist im Gesamtjahr um 11% oder 1,4 Milliarden Euro gegenüber 2015 gesunken.

Ergebnis vor Steuern spiegelt Kosten der Strategie-Umsetzung wider

  • Im vierten Quartal 2016 betrug der Verlust nach Steuern 1,9 Milliarden Euro nach einem Verlust nach Steuern von 2,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.
  • Der Verlust nach Steuern im Gesamtjahr 2016 lag bei 1,4 Milliarden Euro gegenüber einem Verlust von 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2015.
  • Der Verlust vor Steuern im vierten Quartal 2016 von 2,4 Milliarden Euro enthielt Belastungen von 2,9 Milliarden Euro durch Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Abbey Life (1,0 Milliarden Euro), Rechtsstreitigkeiten (1,6 Milliarden Euro), Restrukturierung und Abfindungen (0,1 Milliarden Euro) sowie Kosten des Risikoabbaus der NCOU (0,1 Milliarden Euro). Gleichzeitig gab es Veräußerungsgewinne von 0,8 Milliarden Euro.
  • Im Gesamtjahr 2016 betrug der Verlust vor Steuern 0,8 Milliarden Euro nach Belastungen von 5,8 Milliarden Euro durch die oben genannten Faktoren sowie Veräußerungsgewinnen von 1,0 Milliarde Euro.

Erfolge 2016

  • Der Risikoabbau von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktiva wurde im Wesentlichen abgeschlossen. Die Abwicklungseinheit NCOU haben wir plangemäß aufgelöst .
    • Insgesamt hat die NCOU die RWA um rund 120 Milliarden Euro reduziert und damit die harte Kernkapitalquote um mehr als 200 Basispunkte vor Rechtskosten erhöht.
  • Veräußerungen umfassten Beteiligung an Hua Xia Bank, Abbey Life und Private Client Services in den USA.
  • Wir haben maßgebliche Fortschritte bei der Aufarbeitung ausstehender Rechtsstreitigkeiten einschließlich Vergleich mit dem US-Justizministerium (DoJ) erzielt.
  • Es gab große Fortschritte bei der Digitalisierung und in der IT:
    • Wir haben die Digital Factory in Frankfurt und den Data Hub in Dublin eröffnet.
    • Wir haben die MultiBanking Funktion im Online- und Mobile-Banking gestartet.
    • Unsere Kunden haben unsere Mobile-Banking Apps bis zum Jahresende mehr als 2,7 Millionen Mal heruntergeladen.
    • Wir haben die Betriebssysteme um 15% und alte IT-Komponenten ebenfalls um 15 % reduziert.
  • Anhaltende Stärke im Kundengeschäft.
    • Die Deutsche Bank hat Kunden bei Aktien- und Anleiheemissionen im Volumen von 380 Milliarden Euro unterstützt und bei angekündigten Übernahmen und Fusionen im Volumen von 320 Milliarden Euro beraten.
    • Wir haben bei sieben der zehn größten Corporate-Finance-Transaktionen 2016 weltweit beraten (Quelle: Dealogic).
    • Wir haben die Position als Top-5-Anbieter im Anleihenhandel (Fixed Income Sales & Trading) (Quelle: Coalition (Analyse basiert auf interner Struktur und Produktangebot der Deutschen Bank)) bestätigt, während wir gleichzeitig den Risikoabbau 2018 gut vorangebracht haben.
    • Der Umbau des Privatkundenfilialnetzes in Europa ist auf dem Weg.
    • Die Deutsche Asset Management hat ihr Angebot an börsengehandelten Indexfonds (ETF) weiter ausgebaut
  • Die Kontrollfunktionen (Compliance, Anti-Financial Crime) wurden 2016 mit mehr als 350 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestärkt. In diesem Jahr sollen mehr als 600 weitere folgen. Das bedeutet einen Aufbau von rund 60% innerhalb von zwei Jahren.
  • Wir haben unsere Intermediate Holding Company DB USA Corp. gegründet.


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