22. März 2019

Deutsche Bank veröffentlicht ihre Finanzberichte für 2018, den Personalbericht sowie den nichtfinanziellen Bericht

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute ihre Finanzberichte für 2018 veröffentlicht. Zudem hat die Bank ihren Personalbericht und den nichtfinanziellen Bericht veröffentlicht.

Das endgültige und testierte Konzernergebnis im Überblick

Der testierte Nachsteuergewinn der Deutschen Bank für das Jahr 2018 beläuft sich auf 341 Millionen Euro (nach einem Verlust nach Steuern von 735 Millionen Euro im Jahr 2017) und entspricht dem vorläufigen und untestierten Ergebnis, das die Bank am 1. Februar 2019 veröffentlichte. Die Deutsche Bank konnte erstmals seit 2014 wieder einen Nachsteuergewinn ausweisen, hat ihre Ziele bei den bereinigten Kosten übertroffen und den bis zum Jahresende geplanten Stellenabbau erreicht. Mit 13,6 Prozent entsprach die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1, CET1) der Zielvorgabe von mehr als 13 Prozent.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende von 11 Cent je Aktie vorschlagen. Die Bank kann Kupons auf das zusätzliche Kernkapital (AT1) zahlen.

Gecshäftsbericht 2018

„Mit unserer Rückkehr in die Gewinnzone, gestärkten Kontrollen und einer starken Bilanz haben wir eine gute Grundlage geschaffen, um kontrolliert zu wachsen – darauf liegt nun der Schwerpunkt unserer Strategie“, sagte der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing.

Vergütung

Die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Vorstands belief sich 2018 auf insgesamt 55,7 Millionen Euro (Vorjahr: 29,8 Millionen Euro). Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass der Aufsichtsrat den Mitgliedern des Vorstands erstmals seit drei Jahren eine variable Vergütung gewährt hat. Diese richtet sich danach, wie die jeweiligen persönlichen Ziele und die des Konzerns erreicht werden.

Die Gesamtvergütungssumme umfasst die Vergütung der derzeitigen Vorstandsmitglieder sowie die Vergütung derjenigen Vorstandsmitglieder, die einen Teil des Jahres 2018 im Amt waren. Christian Sewing erhielt als Vorstandsvorsitzender eine Gesamtvergütung von 7,0 Millionen Euro.

Die Gesamtvergütung der Deutsche-Bank-Mitarbeiter belief sich 2018 auf 10,6 Milliarden Euro (2017: 11,1 Milliarden Euro). Die Gesamtvergütung umfasst eine erfolgsabhängige variable Vergütung (die Gruppen- sowie die individuelle Komponente) in Höhe von 1,9 Milliarden Euro, im Vergleich zu 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2017. Dieser Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist zum Teil auf den Stellenabbau zurückzuführen. 37 Prozent der variablen Vergütung, die für 2018 gewährt wurde, wird erst in späteren Jahren ausgezahlt.

Andere Finanzberichte

Die Deutsche Bank hat heute zudem den Säule-3-Bericht sowie den gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) erstellten Jahresabschluss und den Lagebericht für die Deutsche Bank AG veröffentlicht. Auf Basis des finalen HGB-Abschlusses konnten wir den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach Paragraf 340g Handelsgesetzbuch um 2 Milliarden Euro erhöhen. Dies lag deutlich über unserer Erwartungshaltung, die wir am 1. Februar kommuniziert hatten. Der SEC-Bericht nach „Form 20-F“ (in englischer Sprache) wird heute im Laufe des Tages zur Verfügung gestellt.

Personalbericht

Der Personalbericht ergänzt den Geschäftsbericht. Er enthält Informationen zu den Prioritäten unserer Personalstrategie und -initiativen im Jahr 2018, statistische Daten und detaillierte Kennzahlen zu allen Mitarbeiter-Themen.

Stellenabbau im Plan, bei gleichzeitiger personeller Stärkung wichtiger Bereiche

Die Zahl unserer Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) ist 2018 um 5797 beziehungsweise 5,9 Prozent auf 91.737 zum Jahresende gesunken. Dazu trug unter anderem der Teilverkauf unseres Privatkundengeschäfts in Polen im vierten Quartal 2018 bei. Zudem spiegeln sich die Anpassungen in der Unternehmens- und Investmentbank (CIB) wider, die im zweiten Quartal 2018 bekanntgegeben wurden. Das Management hat 2018 weitere wichtige Aufgaben zurück in die Bank geholt, insbesondere im Bereich IT. Zudem wurden die Kontrollen verstärkt, insbesondere indem die Bank weiter in den Ausbau der Abteilung gegen Finanzkriminalität (Anti-Financial Crime, AFC) investierte.

Verstärkte Investitionen in junge Mitarbeiter

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr 910 Hochschulabsolventen eingestellt, fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem in Teilen der Unternehmens- und Investmentbank und im IT-Bereich wurden mehr Absolventen verpflichtet. Der Anteil weiblicher Hochschulabsolventen ist in diesem Jahrgang auf 40 Prozent gestiegen, nach 37 Prozent im Vorjahr. 2018 hat die Bank in Deutschland 607 neue Auszubildende aufgenommen. Bei den Auszubildenden liegt der Frauenanteil bei 45 Prozent.

Engagement für Chancengleichheit der Geschlechter, Vielfalt und Teilhabe

Die Deutsche Bank hat bei der Chancengleichheit der Geschlechter 2018 weitere Fortschritte erzielt. Der Anteil der Frauen auf der Führungsebene unterhalb des Vorstands stieg 2018 auf 20,8 Prozent (2017: 18,0 Prozent), auf der zweiten Managementebene unter dem Vorstand nahm der Wert auf 20,9 Prozent (2017: 19,6 Prozent) zu. Zum Jahresende 2018 stieg der Anteil der weiblichen Managing Directors und Directors auf 22,8 Prozent (2017: 21,9 Prozent).

Die Deutsche Bank ist in rund 60 Ländern tätig und beschäftigte zum Ende 2018 Mitarbeiter mit 146 Nationalitäten. 2018 wurde die Bank erstmals in die Liste der 100 Unternehmen des Thomson Reuters Index für Vielfalt und Teilhabe aufgenommen. Beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos hat die Bank bekannt gegeben, dass sie der Open-For-Business-Initiative beigetreten ist. Die Initiative macht deutlich, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile entstehen, wenn sich Unternehmen und Volkswirtschaften für die Rechte von LGBTIQ-Mitarbeitern einsetzen. Die Bank erhielt im vierzehnten Jahr in Folge die Höchstwertung von 100 Punkten im Corporate Equality Index der Human Rights Campaign.

Nichtfinanzieller Bericht

Die Deutsche Bank hat heute auch ihren nichtfinanziellen Bericht für das Jahr 2018 veröffentlicht. Darin berichtet sie detailliert, welche Fortschritte sie hinsichtlich Umwelt, Sozialem und guter Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, ESG) gemacht hat.

Die Unternehmens- und Investmentbank hat Finanzierungen von rund 1,2 Milliarden Euro vollständig oder teilweise arrangiert, mit denen Projekte für erneuerbare Energiequellen mit insgesamt über 2200 Megawatt Leistung finanziert wurden. Die Investmentbank hat Kunden bei der Emission von grünen Anleihen im Volumen von mehr als 8 Milliarden Euro begleitet.

Der Vermögensverwalter DWS hat sein Angebot an nachhaltigen Produkten ausgebaut. Ende 2018 verwaltete die DWS ein ESG-Vermögen von 47,1 Milliarden Euro. Davon entfielen 32,8 Milliarden Euro auf ESG-konforme und nachhaltige Anlagen, 13,4 Milliarden auf Immobilienanlagen in zertifizierte grüne Gebäude und 862 Millionen Euro auf entsprechende Infrastruktur-Anlagen in erneuerbaren Energien.

Die Deutsche Bank gehörte auch zu den ersten Unterzeichnern der Allianz für Entwicklung und Klima – einer Initiative, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen hat.
Die Deutsche Bank hat auch 2018 das Ziel einer guten Unternehmensführung verfolgt, ihre internen Richtlinien verbessert sowie ihren Verhaltenskodex überarbeitet und veröffentlicht. Die Bank setzt sich aktiv für eine offene und ehrliche Diskussionskultur ihrer Mitarbeiter ein und hat die Initiative „Das Richtige tun – sprechen Sie es offen an“ gestartet. Außerdem hat sie ihre Standards verbessert, mit denen sie weltweit ihre Kunden prüft und über deren Geschäftstätigkeit informiert bleibt (Know-Your-Client).

2018 haben rund 1,8 Millionen Menschen vom gesellschaftlichen Engagement der Deutschen Bank profitiert. Die Born-to-Be-Jugendprojekte haben rund 650.000 Kindern und Jugendlichen geholfen. Über das Förderprogramm für Start-ups, Made for Good, hat die Bank mit 5000 gemeinnützigen Organisationen und Sozialgründern zusammengearbeitet und 525.000 Menschen erreicht. Vom Engagement der Bank für bezahlbares Wohnen in den Vereinigten Staaten, Katastrophenhilfe und Infrastruktur haben im Jahr 2018 insgesamt 640.000 Menschen profitiert.

Weltweit haben rund 18.000 Mitarbeiter an Plus-You-Mitarbeiterprogrammen teilgenommen und sich ehrenamtlich gesellschaftlich engagiert – zum Beispiel als Mentoren für junge Menschen, als Berater für Sozialunternehmen oder als Helfer vor Ort. Die Bank konnte auch ihr Versprechen einlösen, bis Ende 2018 mehr als 1000 Mitarbeiter dafür zu begeistern, sich als Integrationspaten für Flüchtlinge in Deutschland einzusetzen. Außerdem unterstützt sie Flüchtlinge mit Universitätsabschluss beim Start am deutschen Arbeitsmarkt.
Die Berichte im Internet

Alle Berichte, einschließlich eines aktualisierten Überblicks über die Finanzkennzahlen, können Sie hier herunterladen: https://www.db.com/ir/de/berichte-und-events.htm

Der Bericht nach „Form 20-F“ (in englischer Sprach) wird heute im Laufe des Tages an die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC übermittelt und anschließend in englischer Sprache auf unserer Webseite veröffentlicht: https://www.db.com/ir/en/sec-filings-for-financial-results.htm

Ergebnisse im ersten und dritten Quartal

Die Deutsche Bank wird künftig für das erste und das dritte Quartal eines Jahres keine Zwischenberichte mehr veröffentlichen. Stattdessen veröffentlicht sie jeweils eine Ergebnisübersicht. Diese enthält einen fokussierten Überblick über die Finanzergebnisse und sonstige Entwicklungen in diesen Quartalen. Die Ergebnisse des ersten Quartals werden am 26. April 2019 veröffentlicht.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG
Kommunikation

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