Fintechs und Banken - Freunde oder Feinde?

Fintechs haben in den vergangenen Jahren den Finanzmarkt aufgemischt. Sie sind schnell, wendig und innovativ. Und nehmen den klassischen Banken einen Teil vom Kuchen weg. Das gibt Zoff. Oder?

ALLES MOBIL.

Fintechs begleiten uns im Alltag. Schon heute nutzen 46 Prozent der Verbraucher die Dienste von drei verschiedenen Fintechs.

DIE UNTERSCHIEDE IM BLICK.

Die bekanntesten Fintechs weltweit ermöglichen uns, mit dem Smartphone zu bezahlen, mit wenigen Klicks Kredite aufzunehmen und grenzübergreifend Geld zu transferieren – jederzeit, überall und binnen Sekunden. Aber worin genau unterscheiden sich Fintechs von den traditionellen Banken?

BESONDERE TALENTE.

FinTechs richten ihr Angebot radikal an den Bedürfnissen ihrer Kunden aus. Sie sind mutig und experimentierfreudig, schnell und wendig.

VOLL DIGITALISIERT.

Vor allem aber sind Fintechs die Speerspitze der Digitalisierung im Markt der Finanzdienstleistungen. Sie arbeiten vernetzt nach dem Plattformprinzip. Für einige ihrer Dienste müssen die Nutzer ihnen einen Zugang zu ihren Bankdaten gewähren.

WERTVOLLE BEZIEHUNGEN.

Der größte Schatz der traditionellen Banken wiederum sind genau diese langjährigen Kundenbeziehungen. Banken schützen die Daten ihrer Kunden und sorgen so dafür, dass beispielsweise Bezahlvorgänge sicher sind.

EINE ANNÄHERUNG.

Kein Wunder, dass mittlerweile 60 Prozent der etablierten Finanzinstitutionen ihr eigenes Knowhow in den Feldern Interaktion, Bequemlichkeit, Benutzerfreundlichkeit, Transparenz und Nutzen ausbauen. Ebenso viele sehen Fintechs als attraktive Partner, um gemeinsam mit ihnen neue Services für ihre Kunden zu entwickeln.

SOFORT BEZAHLEN.

In diesem Jahr werden bereits 90 Prozent der Smartphone-Nutzer mindestens einmal mobil bezahlen. Bis 2022 werden wir schon fast 30 Prozent aller Rechnungen so begleichen.

MAXIMALER KOMFORT.

Im nächsten Jahr werden fast 3 Milliarden Nutzer Bankgeschäfte via Smartphone, Tablet, PC oder Smart Watches erledigen, ein Zuwachs von 52 Prozent im Vergleich zu 2017. Banken und Fintechs müssen sich um eine hohe Kundenzufriedenheit bemühen - und dem Nutzer dabei ein angenehmes Erlebnis ermöglichen.

NEUE CRYPTOWÄHRUNG.

Das auf Blockchain-Technologie basierende Zahlungsnetzwerk RippleNet hat mittlerweile mehr als 300 Kunden weltweit, darunter namhafte Banken und Fintechs. Die Nutzer zahlen bei grenzüberschreitenden Transaktionen innerhalb weniger Sekunden mit der Cryptowährung XRP, sie müssen kein Konto mehr in einer Fremdwährung unterhalten und sparen so Kosten.

MEHR TEILHABE.

Aber das Größte ist: Gemeinsam können Fintechs und Banken die Wirtschaft inklusiver machen. Sie können beispielsweise den zwei Milliarden Menschen auf der Welt, die kein Bankkonto haben, helfen in ihre Gesundheit, Bildung und Unternehmen zu investieren und so der Armut zu entkommen.

GUTE AUSSICHTEN.

Banken und Fintechs kommen einander näher. Sie können noch viel voneinander lernen. Und die Wirtschaft gemeinsam leistungsfähiger UND sozialer machen.

Für mehr Einblicke zu einer großen Bandbreite von Themen, besuchen Sie bitte die Deutsche Bank Research Webseite.

Quellen

ALLES MOBIL: World FinTech Report 2017, Cap Gemini
WERTVOLLE BEZIEHUNGEN: World FinTech Report 2017, Cap Gemini
EINE ANNÄHERUNG: The Evolution of the Mobile Payment, Tech Crunch; 2016 Global Payments Report 2018, Worldpay
SOFORT BEZAHLEN: Digital Banking Users to Reach Nearly 3 Billion By
2021, Representing 1 in 2 Global Adult Population, Juniper Research, 2017
MAXIMALER KOMFORT: Blockchain Payment Report, Ripple
MEHR TEILHABE: 2 billion people worldwide are unbanked – here's how to change this, Word Economic Forum, 2020

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