• Klimaschutz

Unser Ansatz zum Klimaschutz

Nachhaltigkeit deckt ein breites Spektrum von Umwelt- und Sozialaspekten ab, wobei der Klimawandel eine der entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit darstellt. Als führendes globales Finanzinstitut erkennen wir die Rolle an, die wir bei der Bewältigung dieser Herausforderung und bei der Gestaltung einer globalen Transformation zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaft spielen. Unsere Klimaschutz-Erklärung gibt einen kompakten Überblick über unseren Ansatz im Kampf gegen den Klimawandel.

Mit der Unterzeichnung des Paris Pledge for Action im Jahr 2016 haben wir uns verpflichtet, zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens beizutragen. Im Juni 2020 haben wir dieses Engagement durch die Unterzeichnung der Klimaschutz-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors verstärkt.
Wir begrüßen es, dass die Europäische Union CO2-Neutralität anstrebt, und wir unterstützen die Bemühungen um Fortschritte sowohl beim Aktionsplan der Europäischen Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen als auch beim Übergangsprozess für die Wirtschaft im Rahmen des europäischen Green Deal der EU-Kommission.

Unser Ansatz zum Klimaschutz spiegelt sich in unserer Nachhaltigkeitsstrategie wider.

Management von Klimarisiken

Die Deutsche Bank entwickelt seit 2018 einen ganzheitlichen Risikomanagementrahmen für Klimarisiken. Eine interne Arbeitsgruppe kombiniert bestehende Risikomanagementpraktiken mit innovativen Ansätzen, damit die Bank potenzielle negative Auswirkungen klimabedingter Risiken erkennt und gut davor geschützt ist. Zu diesen möglichen Auswirkungen zählen das physische Risiko, das Übergangsrisiko sowie das Reputationsrisiko.

Eine Schlüsselkomponente im Klimarisikomanagement ist die Entwicklung eines Instruments zur Analyse von Übergangsszenarien, mit dessen Hilfe wir die potenziellen Auswirkungen von Richtlinien- und Verhaltensänderungen auf unsere Kunden bewerten können.

Kohlenstoffintensive Branchen

Unser Rahmenwerk für Umwelt- und Sozialrisiken enthält verschiedene Einschränkungen in Bezug auf kohlenstoffintensive Branchen. Diese sind Teil unserer Klimaschutzaktivität.

Weitere Deutsche Bank Informationen

Zeige Inhalt von Kohleabbau

Seit 2016 finanzieren wir weder neue Kohleminen noch den Ausbau bestehender Kohleminen, unabhängig von ihrem Standort. Das schließt auch die zugehörige Infrastruktur mit ein. Im Jahr 2020 haben wir uns verpflichtet, unser gesamtes Engagement im Bereich des Kohleabbaus schrittweise, spätestens aber bis 2025, zu beenden. Das umfasst sowohl Finanzierungen als auch Kapitalmarkttransaktionen.

Zeige Inhalt von Kohleverstromung

Seit 2016 finanzieren wir keine neuen Kohlekraftwerke mehr und auch nicht den Ausbau bestehender Kohlekraftwerke, unabhängig von ihrem Standort. Im Bereich Kohleverstromung haben wir Ende Juli 2020 neue Vorgaben für Geschäfte mit Energieunternehmen eingeführt. Unsere Richtlinie für fossile Brennstoffe gilt für Unternehmen, die gemessen an der vorhandenen Energieerzeugungskapazität oder der tatsächlichen Energieerzeugung zu mehr als 50 Prozent von Kohle abhängig sind. Diesen Unternehmen werden wir nur noch dann Finanzdienstleistungen anbieten, wenn glaubwürdige Diversifizierungspläne vorliegen. Bis Ende 2020 werden wir unsere Kundenbeziehungen in Europa und den USA entsprechend prüfen. In Asien und ausgewählten anderen Ländern wird die Prüfung 2022 starten. Durch diesen mehrstufigen Ansatz geben wir bestimmten Regionen die nötige Zeit, um die Klimatransformation vorzubereiten.

Zeige Inhalt von Öl- und Gasbranche

Seit Juli 2020 finanzieren wir nicht länger:

  • Fracking zur Öl- und Gasgewinnung in Ländern mit extremer Wasserknappheit
  • neue Öl- und Gasprojekte in der Arktis
  • neue Ölsandprojekte – von Exploration, Produktion und Transport bis zur Verarbeitung
  • Zusätzlich überprüfen wir unser gesamtes bestehendes Engagement in der Öl- und Gasbranche bis Ende 2020 weltweit systematisch, um Obergrenzen für das Gesamtengagement in den kommenden Jahren festzusetzen.

Die Änderungen durch unsere Richtlinie für fossile Brennstoffe unterstreichen das Bestreben der Deutschen Bank, zum Klimaschutz beizutragen. Damit unterstützt die Bank zugleich das Ziel der Europäischen Union, bis 2050 netto CO2-neutral zu wirtschaften. Die Richtlinie ergänzt zudem unser Engagement, die Kohlenstoffintensität unserer Kreditportfolios mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang zu bringen. Dies haben wir durch die Unterzeichnung der Klimaschutz-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors im Juni 2020 zugesagt.