Medieninformation 6. Mai 2026

Nachhaltigkeit: Deutsche Bank legt neuen Zeitplan zur Umsetzung ihrer Kraftwerkskohlerichtlinie fest

Die Deutsche Bank hat heute einen neuen Zeitplan für bestimmte Elemente ihrer Kraftwerkskohlerichtlinie bekannt gegeben. Dies spiegelt ein zunehmend komplexes regulatorisches Umfeld sowie unterschiedliche Geschwindigkeiten der Energiewende in verschiedenen Regionen der Welt wider, die sich von den Annahmen der Bank im Jahr 2023 unterscheiden.

Wie bereits kommuniziert, setzt die Deutsche Bank für den Zugang zu Finanzierungen (Kredite und Kapitalmarktfinanzierungen) voraus, dass Unternehmen im Anwendungsbereich der Richtlinie nachvollziehbare Transitionspläne vorlegen. Während Bestandskunden diese Pläne ursprünglich bis Ende 2025 vorlegen mussten, wird von ihnen nun bis Ende 2027 erwartet, entsprechende Pläne einzureichen und sicherzustellen, dass der Umsatzanteil aus dem Geschäft mit Kraftwerkskohle bis dahin unter 50% sinkt. Für Neukunden bleiben solche Pläne unverändert eine Voraussetzung für den Zugang zu Finanzierungen.

Die Transitionspläne müssen dabei den Ausstieg aus dem Kohlegeschäft darlegen: Für Unternehmen mit Sitz in OECD-Ländern wird ein vollständiger Ausstieg bis 2030 erwartet. Für Unternehmen aus Nicht-OECD-Ländern gelten ein Schwellenwert von maximal 30% Umsatzanteil bis 2030 und ein vollständiger Ausstieg bis 2040.

Die Anpassung des Zeitplans soll sicherstellen, dass die Anwendung der Richtlinie weiterhin mit dem hochdynamischen und teilweise disruptiven regulatorischen Umfeld sowie mit dem Anspruch der Deutschen Bank im Einklang steht, ein verlässlicher Transitionspartner ihrer Kunden bei der Reduktion von Klimarisiken zu sein.

Unabhängig von diesem neuen Zeitplan schließt die Deutsche Bank weiterhin die Finanzierung neuer sowie einer wesentlichen Erweiterung bestehender Kohlekraftwerke aus. Gleiches gilt für die Finanzierung von Projekten im Bereich des Kraftwerkskohlebergbaus oder der damit verbundenen Infrastruktur.

Die Bank setzt ihren Dekarbonisierungsansatz weiter um, einschließlich der bereits kommunizierten Netto-Null-Zielpfade. Im Kohlebergbau (Kraftwerks  und metallurgische Kohle) wurden die finanzierten Scope-3-Emissionen bis Ende 2025 bereits um 33 % gegenüber dem für das Netto-Null-Ziel maßgeblichen Basisjahr 2022 reduziert. Bis 2030 strebt die Bank weiterhin eine Reduktion um 49% und bis 2050 um 97% an. Die gesamten Kreditzusagen an Kunden aus dem Kohlebergbausektor blieben per Ende 2025 mit 1,2 Mrd. Euro stabil. Die gesamten Kreditzusagen mit Bezug auf den Umsatzanteil aus Kohle gingen im Jahresvergleich leicht auf 0,2 Mrd. Euro zurück.

Über die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank bietet vielfältige Finanzdienstleistungen an – vom Zahlungsverkehr und dem Kreditgeschäft über die Anlageberatung und Vermögensverwaltung bis hin zu einem fokussierten Kapitalmarktgeschäft. Sie bedient Privatkunden, mittelständische Unternehmen, Konzerne, die öffentliche Hand und institutionelle Anleger. Die Deutsche Bank ist die führende Bank in Deutschland mit starken europäischen Wurzeln und einem globalen Netzwerk.

Disclaimer

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sie umfassen auch Aussagen über die Annahmen und Erwartungen von der Deutschen Bank sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Die Deutsche Bank übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse zu aktualisieren.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.

Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo die Deutsche Bank einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielt, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von der Deutschen Bank bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind.

Diese Faktoren sind im jüngsten SEC-Bericht der Deutschen Bank nach „Form 20-F“ im Abschnitt „Risk Factors“ dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei der Deutschen Bank erhältlich oder auf der Website für Investoren.

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