28. Juni 2019

Traton - Bisher größter Börsengang des Jahres mit Deutscher Bank

Der Nutzfahrzeugriese Traton ist endlich an der Börse – in einem schwierigen Umfeld

Um 9.15 Uhr ist es dann soweit: Andreas Renschler, Vorstandsvorsitzender der TRATON SE, läutet die Glocke auf dem Parkett der Deutschen Börse. Deren Vorstandsvorsitzender Theodor Weimer ist auch dabei, um den bedeutenden Moment zu würdigen. Die TRATON SE gehört mit ihren Marken MAN, Scania, RIO und Volkswagen Caminhões e Ônibus zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern – und ist nun mit der Wertpapierkennnummer TRAT0N an der Börse notiert.

In diesem Jahr war dies der bisher größte Börsengang (IPO, Initial Public Offering) im regulierten „Prime Standard“ in Deutschland und der zweitgrößte in Europa. An der schwedischen Börse war es sogar der größte IPO seit 20 Jahren. Dabei diente die Deutsche Bank dem Kunden in einem schwierigen Marktumfeld als Konsortialführerin.

Die „TRATON Societas Europaea“ (SE) ist eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG. Ihre Marken brachten im Jahr 2018 rund 233.000 Fahrzeuge auf den Markt. Das Angebot umfasst neben Lkw und Bussen auch leichte Nutzfahrzeuge, die an 29 Standorten in 17 Ländern produziert werden – von rund 81.000 Mitarbeitern (Stand 31. Dezember 2018). Das Unternehmen beschreibt sich als „junges Unternehmen mit dem Charakter eines Start-ups“ und der umfassenden Erfahrung seiner Marken. Das sei entscheidend, um den Transport neu zu erfinden.