News 11. Oktober 2019

Sei du selbst ...

Am 11. Oktober 1987 gingen 500.000 Menschen in Washington für die Rechte von Schwulen und Lesben auf die Straße. Dieser „Tag des Coming-out“ hat seither eine große Bedeutung, weil er zeigt, welche Kraft sich entfalten kann, wenn sich viele Menschen zu etwas bekennen und es eine große Anzahl von Mitstreitern gibt. Sich als Teil einer Gruppe zu bekennen, fällt häufig leichter. Am „Tag des Coming-out“ würdigen wir all diejenigen in unserem beruflichen und privaten Umfeld, die sich geoutet haben. Und wir schätzen diejenigen wert, die es bisher nicht konnten oder sich noch nicht soweit fühlen. Die Deutsche Bank legt großen Wert auf Vielfalt sowie auf gleiche Rechte am Arbeitsplatz, und sie ist bei vielen LSBTQI-Themen sichtbar und hörbar. Anlässlich des diesjährigen Tags des Coming-outs wurden zahlreiche Kollegen in Deutschland für ihr offenes Bekenntnis ausgezeichnet. Darüber hinaus hat die Deutsche Bank an einer wegweisenden Studie in Großbritannien mitgewirkt.

In Deutschland wurden Gernot Sendowski, Kurt Siering, Reinhard Thole und Matthias Weber auf der Liste der „Germany's Top 100 Out Executives“ gewählt, die LSBTQI-Führungskräfte auszeichnen, die starke Befürworter von Gleichstellung am Arbeitsplatz sind. Auch auf der ersten Liste der „TOP 20 Future Leaders“ ist die Deutsche Bank gut vertreten – mit Danny Kiefer, Joanna Labecka und Oliverio Walter-Gomes „Wir sind sehr stolz auf unsere Kollegin und unsere Kollegen, die zu Recht als aktive Vorbilder am Arbeitsplatz gewürdigt wurden und einen positiven Beitrag zu einer offenen, vielfältigen Kultur leisten", sagte Stuart Lewis, Risikovorstand der Bank und im Vorstand Sponsor für dbPride.

In Großbritannien kooperierte die Deutsche Bank mit Clifford Chance, der University of York und National Student Pride, um die Identitäten und Erfahrungen von LSBT+ in der Hochschulbildung und am Arbeitsplatz besser zu verstehen. Das Ergebnis: Die größte Studie ihrer Art, für die über 4.000 Studenten befragt wurden. Sie zeigt einen belegbaren, positive Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden am Arbeitsplatz und dem offenen Umgang mit der sexuellen Orientierung. „Obwohl wir Fortschritte sehen, sind einige der Ergebnisse auch beunruhigend; zwei von drei LSBTQI-Studenten berichten davon, dass sie diskriminiert werden, außerdem sind sie häufiger obdachlos und leiden unter psychischen Problemen“, kommentiert Lewis die Studie.

In Jacksonville, Florida, haben 60 Prozent der obdachlosen Jugendlichen eine LSBTQI-Ausrichtung. Die Deutsche Bank kooperiert dort mit JASMYN, um sich gemeinsam um die dringendsten Bedürfnisse der Jugendlichen zu kümmern. JASMYN ist eine gemeinnützige Organisation, die junge Menschen mit LSBTQI-Ausrichtung unterstützt. Sie kümmert sich unter anderem um Unterkünfte, Gesundheitsvorsorge und die Vermittlung von Schul- und Bildungsangeboten. Zuallererst geht es in der Regel darum, die Jugendlichen zunächst von der Straße zu holen. Aktuell unterstützt die Bank ein Coming-out-Frühstück am 16. Oktober.

Um besser zu verstehen, wie Sie Ihren Teil als Botschafterin oder Botschafter für LSBTQI beitragen können, nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, um die „Neun Tipps im Umgang mit LSBTQI“ anzusehen. Das Video beantwortet wichtige Fragen – darunter, wie man eine inklusive Arbeitsatmosphäre schafft, warum Teilhabe für unseren Geschäftserfolg wichtig ist und warum es auch auf die Wahl der richtigen Worte ankommt.

Stimmen der Ausgezeichneten zur Bedeutung des Coming-outs

Matthias Weber:

„Sichtbarkeit ist ein wichtiges Instrument auf dem Weg zur gesellschaftlichen Akzeptanz. Und gerade als Führungskraft ist persönliche Authentizität wichtig für die eigene Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit.“

Reinhard Thole:

„Seit mehr als 20 Jahren engagiere ich mich für die Gleichstellung und gegen Diskriminierung von LSBTIQ-Menschen, was mir ein persönliches Herzensanliegen ist. Als Mitbegründer der Lesben- und Schwulen in der Union (LSU Deutschlands) und ehemaligem Bundesvorsitzenden war ich gesellschaftspolitisch aktiv. Für die LSBTIQ-Community habe ich mich weiterführend als ehrenamtlicher Vorstand des Berliner CSD e.V., dem Trägerverein einer der größten Pride-Demonstrationen in Europa, eingesetzt. Darüber hinaus konnte ich viele Jahre als Co-Sprecher des Netzwerkes dbPride unsere Kolleginnen und Kollegen in der Bank begleiten und ihre Anliegen voranbringen.“

Kurt Siering:

„Ich sehe mich auch ein bisschen als Role Model für Führungstalente. Man kann als geouteter schwuler Mann Karriere in der Deutschen Bank machen.“

Gernot Sendowski:

„Glücklich, „out“ und ein Vorbild sein zu können. Und stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.“

Oliverio Walter-Gomes:

„Ich möchte anspruchsvolle Ziele in meinem Beruf mit voller Kraft erreichen. Das kann ich nur, wenn ich mein Privatleben im Job nicht verstecke. Als Sprecher von dbPride setze ich mich dafür ein, dass Kolleginnen und Kollegen sich nicht verstecken müssen. Das ist wichtig für ein produktives und gewinnbringendes Arbeitsumfeld, in dem sich alle wohlfühlen können.“

Jo Labecka:

„Die treibende Kraft meines Engagements für LGBTQI-Inklusion ist die Vision, eine offene Umgebung zu schaffen, in der die Menschen wissen, dass sie sich nicht verstecken müssen. Ich sehe meine Visibilität als queere Person als einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel.“

Danny Kiefer:

„Durch die Koordination und Unterstützung zahlreicher lokaler und internationaler interner sowie externer Initiativen habe ich dazu beigetragen die Sensibilität in der Gesellschaft bezüglich des erforderlichen Handlungsbedarf zu steigern und zu unterstützen und in diesem Sinne die Deutsche Bank als ‚Employer of Choice‘ zu positionieren.“

 

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