Media Release 5. Mai 2020

Karen Kuder wird Chefjustiziarin der Deutschen Bank

Karen Kuder ist ab sofort neue Chefjustiziarin (General Counsel) der Deutschen Bank und damit Leiterin der Rechtsabteilung. Sie berichtet an das designierte Vorstandsmitglied Stefan Simon, der als Generalbevollmächtigter für die Rechtsabteilung und die Beziehungen zu Aufsichtsbehörden verantwortlich ist. Karen Kuder folgt auf Florian Drinhausen, der das Unternehmen, wie Ende April bekanntgegeben, zum 31. Mai 2020 verlassen wird.

„Mit Karen Kuder haben wir eine hervorragende Chefjustiziarin in den eigenen Reihen gefunden“, sagte Karl von Rohr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Recht und Governance. „Ihre Berufung zeigt, dass unsere Bank über einen exzellenten internen Kandidatenpool verfügt. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre neue Aufgabe.“

„Karen Kuder kennt die Bank aus langjähriger Erfahrung sehr gut. Sie hat sich in den vergangenen Jahren in den verschiedensten Herausforderungen bewiesen und bringt daher alles mit, was für die Leitung der Rechtsabteilung einer global aufgestellten Bank wichtig ist. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit“, ergänzte Stefan Simon.

Die neue Chefjustiziarin arbeitet seit mehr als 20 Jahren für die Deutsche Bank. Geboren in Zittau, Sachsen, sammelte die Juristin zunächst Erfahrung mit bankeigenen Fusionen und Übernahmen, bevor sie in leitender Position das deutsche Firmenkundengeschäft beriet. Ihr Schwerpunkt lag dabei auf dem Kreditrecht, einschließlich des Restrukturierungs- und Insolvenzrechts. Ihre breite Erfahrung umfasst außerdem Stationen im Risikobereich der Bank und in der DWS in London und Luxemburg. Sie hat zudem den europäischen und deutschen Gesetzgebungsprozess zur Sanierungs- und Abwicklungsplanung von Banken nach 2008 mitgeprägt und war seit 2016 für das Bankaufsichtsrecht der Deutschen Bank weltweit zuständig. 2018 übernahm sie die weltweite Verantwortung für die Führungsstrukturen (Chief Governance Officer).

Karen Kuder kam 1992 zur Deutschen Bank und ließ sich zwei Jahre in Dresden zur Bankkauffrau ausbilden. Anschließend studierte sie an der Universität Augsburg und an der Technischen Universität Dresden Rechtswissenschaften. Sie promovierte 2006 berufsbegleitend an der Technischen Universität Darmstadt, nachdem sie im Jahr 2000 zur Deutschen Bank zurückgekehrt war. Sie hat zahlreiche Beiträge zu bankrechtlichen Themen veröffentlicht. Seit 2016 ist sie Mitglied der EU-Insolvenzexpertengruppe, die die EU bei der Einführung eines harmonisierten Insolvenzrechts im Rahmen der Kapitalmarktunion unterstützt.

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