Die jüngsten rassistisch motivierten Vorfälle in den USA und die öffentlichen Reaktionen in aller Welt haben massive Auswirkungen auf unsere Schwarzen Kolleginnen und Kollegen und sind ein Aufruf an uns alle, gegen Rassismus aufzustehen.

„Für Diskriminierung jeglicher Art, einschließlich Rassismus, gibt es keinen Platz – weder in unserem Land noch in unserer Bank“, hatte Deutsche-Bank-Vorständin Christiana Riley, verantwortlich für das Geschäft der Bank in Nord- und Südamerika, Anfang Juni deutlich gemacht.

In der Deutschen Bank beschäftigen wir Mitarbeiter mit 140 unterschiedlichen Nationalitäten. Wir fördern Vielfalt und Teilhabe – unabhängig von kulturellem Hintergrund, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, geschlechtlicher und sexueller Identität, körperlichen Fähigkeiten, Religion und Generation. Auch die Initiativen aus unserem Bereich Soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility – CSR) wirken der Ausgrenzung von Menschen entgegen, stärken den sozialen Zusammenhalt und helfen Menschen oder Gemeinschaften, Barrieren und strukturelle Benachteiligung zu überwinden.

In Nord- und Südamerika setzen wir uns seit jeher gegen Rassismus ein, und in Afrika unter anderem auch über die Arbeit der Deutsche Bank South Africa Foundation. Auch in anderen Regionen kämpfen wir gegen Diskriminierung, fördern gesellschaftliche Entwicklung und wirtschaftlichen Erfolg – unabhängig von sozialen oder kulturellen Hintergründen. Wir ermutigen all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich als Helfer, Mentoren oder Coaches aktiv zu engagieren.

In den USA hat unser CSR-Team zahlreiche Partnerschaften mit gemeinnützigen Organisationen, Stiftungen und Führungspersönlichkeiten ins Leben gerufen, um Ungleichheit zu thematisieren, deren Wurzeln in einem institutionellen, strukturellen und systematischen Rassismus liegen. Lesen Sie weitere Informationen über das langjährige Engagement der Deutschen Bank für Schwarze in den USA sowie zu anderen Initiativen. In einem aktuellen Podcast sprechen zudem unsere Kollegin Renée Cummins und unser Kollege Paul Trussell vom Black Leadership Forum der Bank in New York über Rassismus – und warum das ein Thema ist, das uns alle angeht.

In Südafrika unterstützen wir den Kodex für gute Geschäftspraktiken des „Broad-based Black Economic Empowerment“, der Chancengleichheit in der Arbeitswelt fördert. Mit Projekten wie Yes4Youth tragen wir dazu bei, dass eine Million der sechs Millionen arbeitslosen Jugendlichen in Südafrika Arbeit finden und erste Schritte in die finanzielle Unabhängigkeit machen können.

Im Rahmen unseres globalen Made for Good-Förderprogramms, das Sozialunternehmen und gemeinnützige Organisationen unterstützt, sorgen wir gemeinsam mit dem Center for Racial Justice in Education dafür, dass Tausende von Lehrern geschult werden, um tradierte rassistische Verhaltensweisen in Schulen und anderen Gemeinschaften in den USA aufzubrechen. Das Deutsche Bank South Africa Entrepreneurship Centre stellt die nötige Infrastruktur für Schwarze Jungunternehmer im Finanzdienstleistungssektor bereit, damit sie ihr Geschäft über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren auf eine solide Basis stellen können. Mit den Deutsche Bank Awards for Creative Entrepreneurs, die in Großbritannien eine lange Tradition haben, zeichnen wir kreative Start-ups aus, die gesellschaftlichen Fortschritt vorantreiben; 55 Prozent dieser Unternehmenslenker sind Menschen mit nichtweißer Hautfarbe.

Der Zugang zu Bildung und Arbeit sowie die persönliche Sicherheit sind die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Doch all dies steht weltweit vielen strukturell benachteiligten jungen Menschen nicht zu Verfügung. Sie sehen sich in ihren Schulen und in ihrem Umfeld wachsenden Hindernissen gegenüber. Im Rahmen unserer Born-to-Be-Jugendprojekte fördert die Deutsche Bank South Africa Foundation Programme für Kinder im Vorschulalter. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften in ärmeren Gemeinden. Die meisten Projekte, die sich sowohl an Vorschullehrer als auch Kinder richten, befinden sich in Siedlungen mit ausschließlich Schwarzer Bevölkerung. Mehr als 15.000 Kinder werden allein im Jahr 2020 davon profitieren, dass sich ihre Lehrer weiterbilden können.

In Großbritannien tragen wir mit dem Programm Pathways to Banking and Finance dazu bei, dass das Bank- und Finanzwesen sozial durchlässiger wird. Besonders begabten Schülern aus benachteiligtem Umfeld soll es den Weg in eine Tätigkeit in diesem Sektor ebnen. 2019 waren 68 Prozent der Teilnehmer Schwarze, Asiaten und Angehörige ethnischer Minderheiten (Black, Asian and minority ethnic, BAME). Ein weiteres Projekt, bei dem berufliche Chancen im Vordergrund stehen, ist Student to STEMette. In dieser von der Deutschen Bank gegründeten Mentoring-Initiative bringen wir Studentinnen mit Mentorinnen und Mentoren zusammen, um mehr junge Frauen – mit einem BAME-Anteil von 70 Prozent – für eine Karriere in MINT-Berufen zu begeistern (MINT entspricht der englischen Abkürzung STEM und steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Schon seit langem pflegen wir auch eine Partnerschaft mit dem Londoner Globe Theater: Playing Shakespeare with Deutsche Bank ermöglichte bereits 20.000 Schülern staatlicher britischer Schulen (BAME-Anteil: 70 Prozent), eine für Kinder und Jugendliche adaptierte Aufführung in diesem weltberühmten Theater zu erleben.

In anderen Regionen fördern wir mit unseren Born to Be-Initiativen sozial benachteiligte Jugendliche, die häufig ethnischen Minderheiten angehören. Gemeinsam mit der Global Peace Foundation unterstützen wir in Malaysia ein Programm für Jugendliche der indigenen Orang Asli. Die Stärkung des Selbstbewusstseins, der Resilienz und der sozialen Fähigkeiten stehen dabei im Zentrum. Unsere Partnerorganisation in Australien, die Clontarf Foundation, erleichtert jungen indigenen Männern den Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungsangeboten, und die Organisation Breaking Barriers in Großbritannien setzt sich für die Beschäftigungsfähigkeit von Geflüchteten ein, indem sie Mathematik- und IT-Kenntnisse vermittelt. In Deutschland haben sich zwischen 2016 und 2018 zahlreiche Mitarbeiter als Integrationspaten für mehr als 3.000 Geflüchtete engagiert. Zudem hat die Bank das Banking Introductory Programme for Refugees ins Leben gerufen, das Geflüchteten den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und insbesondere in die Finanzbranche erleichtern soll.

Als Reaktion auf die jüngsten rassistisch motivierten Vorkommnisse und den darauffolgenden Unruhen in den USA sind wir vor kurzem eine neue Partnerschaft mit The Brotherhood/Sister Sol eingegangen. Die von Schwarzen und dunkelhäutigen Menschen geführte Organisation in New York kümmert sich im Stadtteil Harlem um Jugendliche und Familien mit geringem Einkommen. Das Projekt hat mehr Aufklärung zum Thema Gleichheit und gesellschaftlichen Wandel zum Ziel. Es will benachteiligten Jugendlichen den Zugang zu einem Universitätsstudium erleichtern und sie befähigen, gegen strukturelle Diskriminierung anzugehen.

Während der Corona-Pandemie unterstützt die Deutsche Bank Americas Foundation die Association for Neighborhood & Housing Development. Diese Vereinigung untersucht die Ausbreitung von Corona-Infektionen und prüft eine Reihe möglicher Maßnahmen (zum Beispiel Entscheidungen über Flächennutzungsmöglichkeiten), die sich auf „Communities of Colour“, also nichtweiße Gemeinschaften beziehungsweise Wohngebiete, auswirken können. Zugleich setzt sich die Organisation vor Ort für gerechtere Lebensbedingungen ein. Seit langem unterstützt die Deutsche Bank Americas Foundation schon den sozialen Zusammenhalt und die Infrastrukturen vor Ort. Dabei legt sie auch einen Schwerpunkt darauf, bezahlbaren, angemessenen Wohnraum zu schaffen, den sich vor allem die Menschen in den nichtweißen Vierteln kaum leisten können.

Die Deutsche Bank nutzt zudem ihre Stellung in der Gesellschaft, um ihre Stimme all denjenigen zu leihen, die heute mehr denn je gehört werden sollten. Wir bekräftigen unsere langjährige Selbstverpflichtung, uns für Vielfalt und Teilhabe einzusetzen. Am 30. April trat die Deutsche Bank in den USA einem Zusammenschluss weiterer 100 Unternehmen bei, die führende gemeinnützige Organisationen beim Thema Vielfalt und Teilhabe unterstützen, um die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf benachteiligte Menschen abzufedern.

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