Menschenrechte

Die Deutsche Bank bekennt sich voll und ganz zu ihrer Verantwortung in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte. Es ist integraler Bestandteil unserer Werte und Überzeugungen, dass unser Verhalten stets den höchsten ethischen Standards entspricht. Die Werte und Überzeugungen wurden entwickelt, um dies sicherzustellen und sind der Kern all dessen, was wir anstreben.

Menschenrechte

Es ist eine komplexe Aufgabe, die Anforderungen aller Empfehlungen, Leitlinien, Grundsätze und Standards in Bezug auf Menschenrechte umfassend zu erfüllen. Unser Ziel ist es, unseren Ansatz und die internen Richtlinien zum Thema Menschenrechte kontinuierlich zu verbessern. Viele unserer internen Dokumente, einschließlich des Deutsche Bank Verhaltens- und Ethikkodex sowie Richtlinien und Verfahren, spiegeln unsere Verpflichtung wider, die Menschenrechte zu achten. Zusätzlich orientiert sich die Deutsche Bank an zahlreichen internationalen externen Standards und Grundsätzen, einschließlich der:

  • UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
  • Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
  • Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit
  • Prinzipien des UN Global Compact
  • UN-Prinzipien für verantwortungsbewusstes Investment („PRI“)
  • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
  • Performance Standards der International Finance Corporation („IFC“)

Das britische Gesetz zur Bekämpfung der modernen Sklaverei (UK Modern Slavery Act)

Die Deutsche Bank hat öffentlich erklärt, was sie in 2016 gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel unternommen hat – in ihrem eigenen Geschäftsbetrieb sowie in den Geschäftsbeziehungen mit ihren Kunden, Dienstleistern und Lieferanten.

Damit kommt die Bank einem Gesetz nach, das das britische Parlament im Jahr 2015 verabschiedet hat: Der „UK Modern Slavery Act“ soll Sklaverei, Leibeigenschaft, Zwangs- oder Pflichtarbeit und Menschenhandel bekämpfen und die Opfer schützen.

Die Erklärung finden Sie hier.

Geltungsbereich und Implementierung

Die Deutsche Bank richtet ihre Aufmerksamkeit stets darauf, inwiefern Geschäftsaktivitäten Menschenrechte beeinflussen könnten.
Die Deutsche Bank wird keine Aktivitäten oder Geschäftsverbindungen wahrnehmen, bei denen ein klarer Zusammenhang zu schweren Menschenrechtsverletzungen besteht.
Unsere Steuerungs- und Risikominderungsmaßnahmen fokussieren daher insbesondere auf die folgenden Handlungsfelder:

  • Achtung der Menschenrechte unserer Mitarbeiter
  • Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen durch unsere Geschäftsbeziehungen zu Kunden
  • Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen durch unsere Kooperation mit externen Dienstleistern und Lieferanten

Mitarbeiter

Ziel der Deutschen Bank ist es, für aktuelle und künftige Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Das Thema Menschenrechte umfasst in diesem Kontext ein breites Themenspektrum, welches vom Ausschluss der Zwangs- und Kinderarbeit über gerechte Vergütung und Arbeitszeit bis hin zur Versammlungs- und Handlungsfreiheit reicht, sich jedoch nicht darauf beschränkt.
Unser Vorgehen beruht auf der Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit (Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work) der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization; ILO) sowie dem Arbeitsrecht der unterschiedlichen Länder, in denen wir tätig sind. Wozu sich die Deutsche Bank im Einzelnen verpflichtet hat, steht in der Menschenrechtserklärung.  


Kunden

Unsere Firmenkunden sind in allen Branchen der Wirtschaft tätig. Hierzu gehören auch die Sektoren, in denen ein hohes Risiko bestehen kann, dass Menschenrechte verletzt werden. Daher analysieren wir die mit einer Branche, einem Kunden oder einer Transaktion verbundenen ökologischen und sozialen (environmental and social, „ES“) Risiken auf dieselbe Weise, wie wir die klassischen finanziellen Risiken prüfen.


Um Menschenrechtsverletzungen zu identifizieren, zu verhindern und zu verringern, haben wir in unseren ES-Risikoprüfungsprozess Menschenrechtsaspekte (z. B. Arbeitsrechte, Kinderrechte, Gesundheit und Sicherheit von Arbeiternehmern und Gemeinden, Rechte indigener Völker etc.) integriert. Anforderungen zur ES-Risikoprüfung werden in unserem ES-Risikorahmenwerk definiert. Es ist integraler Bestandteil des globalen Rahmenwerks zur Steuerung von Reputationsrisiken und gilt weltweit. Leitlinien zu den spezifischen Sektoren geben Informationen darüber, wie wir die Risiken von Kunden und Transaktionen im Hinblick auf Menschenrechte prüfen und bewerten. Das Rahmenwerk für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken erläutert die Richt- und Leitlinien umfassend. 

Zudem wird unsere interne Risikoprüfung durch einen direkten Dialog mit Kunden sowie durch Nutzung zur Verfügung stehender externer Instrumente/Datenbanken wie MSCI Rating ergänzt. Darüber hinaus konsultieren wir bei Bedarf unabhängige Fachexperten.
Um den besonderen Verpflichtungen von Asset Managers insbesondere deren unabhängigen treuhänderischen Verpflichtungen nachzukommen, hat die Asset Management Sparte der Deutschen Bank das  „Centre for Sustainable Finance“ etabliert. 
Das Centre ist dafür verantwortlich ESG-Standards und -Lösungen bereitzustellen, die in den Anlage- und Risikomanagementprozess integriert werden. Diese basieren auf objektiven und maßgeblichen Analysen zu ESG-Themen, einschließlich Menschenrechten. Diese Analysen stehen der ganzen Organisation, inklusive allen Portfoliomanagern, zur Verfügung.
Das Centre wird auch künftig allgemeine ESG-Standards für Asset Manager der Deutschen Bank entwickeln und festlegen. Hierzu gehören entsprechend der Vorgaben des Deutsche Bank-Konzerns auch die Standards zu Menschenrechtsthemen, die objektiv auf deren Erfüllung hin geprüft werden können.

Externe Dienstleister/Lieferanten

Die Deutsche Bank ist bestrebt, mit externen Dienstleistern und Lieferanten zusammenzuarbeiten, deren Richtlinien und Praktiken in Bezug auf Menschenrechte mit unseren eigenen übereinstimmen.


Wir erwarten von unseren Geschäftspartnern und deren Lieferketten, dass sie alle geltenden Gesetze und Vorschriften in den Jurisdiktionen, Ländern sowie Regionen, in denen sie tätig sind, einhalten. Vor allem unter Berücksichtigung der Arbeitsgesetze sollten sie bspw. keine Kinder- oder Zwangsarbeit nutzen, Standards in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz einhalten und Mitarbeiter angemessen entlohnen.


Sofern möglich, pflegen wir langfristige Beziehungen zu unseren externen Dienstleistern und Lieferanten. Hält jedoch ein Geschäftspartner die geltenden Gesetze und Vorschriften nicht ein bzw. erfüllt unsere Anforderungen nicht, erhält er diesbezüglich eine Nachricht mit der Aufforderung, die Schwachstellen zu beheben. Wir behalten uns das Recht vor, die Geschäftsbeziehung zu beenden, sollten die Schwachstellen nicht behoben werden.

Beschwerdeverfahren und Berichterstattung

Die Deutsche Bank ermutigt alle ihre Stakeholder, sie zu kontaktieren, wenn sie die Bank eindeutig in der Verantwortung sehen, ihre Verpflichtung zur Achtung von Menschenrechten nicht nachgekommen zu sein. Kunden und die Öffentlichkeit können die Deutsche Bank über verschiedenste Wege kontaktieren oder sich beschweren, unter anderem vor Ort in den Filialen, per Telefon, über die Homepage und Social Media-Plattformen sowie per Brief an jede Niederlassung der Deutschen Bank.
Beschwerden in Bezug auf Menschenrechte werden wie andere Beschwerden zunächst in den jeweiligen Geschäftsbereichen bearbeitet, zum Beispiel im Rahmen ihres Beschwerdemanagements. Gemäß der 2008 eingeführten Richtlinie zum Beschwerdemanagement sind unsere Geschäftsbereiche verpflichtet, spezielle Einheiten zur Bearbeitung von Beschwerden einzurichten. Die Deutsche Bank berichtet über ihren Ansatz zum Schutz der Menschenrechte auf ihrer Corporate Responsibility Webseite sowie alljährlich in ihrem Bericht zur Unternehmerischen Verantwortung.
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