News 26. Juni 2020

Modische Masken mit nachhaltigem Effekt

Normalerweise produzieren die Näherinnen des Traditionsunternehmens Mey hochwertige Wäsche. Und die Firma Weitblick ist bekannt für qualitätvolle Arbeitskleidung. Die Corona-Pandemie hat sich bei beiden massiv ausgewirkt, so brach der Umsatz bei Mey nach Schließung des Handels kurzfristig um rund 85 Prozent ein. Und auch bei Weitblick machte sich die Geschäftsleitung Gedanken, wie man die Näherinnen in der Krise weiterbeschäftigen könne. Beide Unternehmen reagierten schnell, stellten die Produktion um und nähten ab März hauptsächlich Mund- und Nasen-Schutzmasken.

„Meine Frau arbeitet als Ärztin in der Notaufnahme, daher wusste ich früh, welcher Mangel an Masken und medizinischer Kleidung auf uns zukommen würde“, sagt Matthias Mey, Geschäftsführer der Mey Unternehmensgruppe. Als das Virus sich dann ausbreitete, erreichten ihn immer mehr Anfragen aus medizinischen Einrichtungen, aus Krankhäusern und Arztpraxen. An nur einem Wochenende im März baute Mey dann im Werk im schwäbischen Albstadt eine neue Produktionsstraße auf. „Um möglichst viele Masken produzieren zu können, arbeiteten wir ab Ende März im Zwei-Schicht-Betrieb“, erklärt Mey. Inzwischen produziere man wieder Tag- und Nachtwäsche. Masken sind aber noch immer reichlich auf Lager, bereit für den weiteren Abverkauf.

Mey Produktion Masken

Und so haben die Firmen Mey und Weitblick in der Zwischenzeit jeweils auch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank aufgenommen. Jeder von ihnen bewarb sich einzeln, die Bank mit Textilmasken auszustatten, und beide bekamen im Rahmen einer Ausschreibung mit mehr als 25 Bewerber den Zuschlag. In diesen Tagen versorgt man Deutsche-Bank-Mitarbeiter mit 90.000 modischen Masken aus Stoff und mit Logos der Deutschen Bank, Postbank, DWS und des Wealth Managements. Bei der Auswahl der Anbieter kam es auf den Tragekomfort und das Material an, denn die Masken sollen vor allem im direkten Kontakt mit Kunden getragen werden, und das möglichst bequem über einen längeren Zeitraum. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank, die in Filialen und im Callcenter tätig sind, haben dies getestet.

„Mit den Unternehmen Mey und Weitblick haben wir zwei starke Partner gewonnen, die auf beeindruckende Weise und in kürzester Zeit Innovationskraft gezeigt haben“, sagt Philipp Gossow, Leiter Privatkundengeschäft Deutschland. „Zudem verbinden beide Firmen hohe Qualität-Standards mit Nachhaltigkeit. Das möchten wir unterstützen.“ Es sei sehr wichtig, dass sowohl Mitarbeiter als auch die Kunden durch das Tragen der Textilmasken vor einer potentiellen Infektion weiter geschützt würden. Gossow: „Gerade in diesen Zeiten waren und sind wir für unsere Kunden da – auch persönlich in unseren Filialen.“
Mey verwendet für die Textilmasken ausschließlich Bio-Baumwolle. Nachhaltigkeit ist auch bei Weitblick ein Grundsatz. „Die Entscheidung, in die Maskenproduktion einzusteigen, ist ein Bekenntnis unseres Unternehmens zur gesellschaftlichen Verantwortung“, sagt Geschäftsführer Felix Blumenauer in Bezug auf die Corona-Pandemie, aber auch hinsichtlich sozialer und umweltfreundlicher Standards.

Deutsche Bank Masken Berater Denn bereits Ende 2019 hat das Familienunternehmen aus Kleinostheim das Projekt „Supporting Fairtrade Cotton“ ins Leben gerufen. Damit verpflichtet Weitblick sich, zunächst ein Drittel der benötigten Baumwolle im fairen Handel einzukaufen – und dies sukzessive weiter auszubauen. Fairtrade heißt in diesem Fall konkret, dass die Baumwollbauern mit verbindlichen Abnahmemengen besser planen können und dass die Handelsbedingungen gerechter als üblich sind. So verbessern sich ihre Lebensumstände und sie können Umwelt- und Sozialstandards besser einhalten. Die Deutsche-Bank-Masken haben das Fairtrade-Siegel.

Auch die Firma Mey tat noch mehr für die Gesellschaft, als Masken zu produzieren. Sie begann darüber hinaus, auch Schutzkleidung für Ärzte herzustellen und erwarb eine Sonderzulassung für das Inverkehrbringen einer Mund-Nase-Schutzmaske als Medizinprodukt im medizinischen Bereich. Matthias Mey zieht sein Fazit: „Krisen wie diese haben gezeigt, wie bedeutend starke Partnerschaften sind.“

Im März spendete die Deutsche Bank 575.000 OP-Masken an die Gesundheitsämter in Frankfurt, Berlin und Bonn, die sie im Zuge der SARS-Epidemie angeschafft hatte. Die eingelagerten Masken entsprechen dem Standard, der bei Operationen eingesetzt werden darf, und wurden umfassend auf ihre Einsatzfähigkeit geprüft. Dieser Alt-Bestand diente bereits im März dazu, die Deutsche Bank-Mitarbeiter in den Filialen und anderen Bereichen rechtzeitig vor dem Lockdown mit Einweg-Schutzmasken zu versorgen. Der Vorteil der jetzt versandten Textilmasken ist, dass sie immer wieder einsatzbereit ist – und somit sowohl zum Schutz anderer als auch zur Vermeidung von Müll beitragen.

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