Rund um die Welt beeinflusst die Corona-Pandemie unseren Alltag und das Zusammenleben auf beispiellose Weise. Unsere gemeinnützigen Partnerorganisationen stellt das vor große Herausforderungen, da viele von ihnen auf ehrenamtliche Hände und Köpfe angewiesen sind, um ihre soziale Arbeit fortsetzen zu können. Laut einer Studie in den USA „geht fast die Hälfte (47 Prozent) der befragten Ehrenamtlichen davon aus, dass ihr freiwilliges Engagement aufgrund der Pandemie abnehmen oder ganz aufhören wird.“

Unsere Plus You-Programme konnten und können wir jedoch trotz der Pandemie weiterführen – wenngleich viele Engagements aufgrund der Kontaktbeschränkungen momentan eingeschränkt sind. Die Teams des Bereichs Soziale Verantwortung bei der Deutschen Bank haben schnell auf die Situation reagiert.

„Wir haben bestehende Projekte flexibel angepasst und digitale Lösungen sowie neue Initiativen entwickelt, um weiterhin einen positiven Beitrag zu leisten und junge Menschen und Sozialunternehmer zu unterstützen. Damit stellen wir auch sicher, dass sich unsere Kolleg*innen weiterhin in ihrem Umfeld engagieren können“, sagt Lareena Hilton, Leiterin für Markenkommunikation und Soziale Verantwortung, Deutsche Bank.

Mentoring und Coaching in einem neuen Gewand

Wir haben unsere Mentoring- und Coaching-Programme digitalisiert, und E-Learning-Module ersetzen nun die bisherigen Treffen oder den Präsenzunterricht. Ein Beispiel ist unsere neue globale Mentoring-Initiative in Zusammenarbeit mit Volunteer Vision, die Mitarbeitende mit jungen Arbeitssuchenden und Studierenden über geografische und kulturelle Grenzen hinweg verbindet. Gerade in weniger entwickelten Ländern verwehrt der eingeschränkte Zugang zu lokalen Förder- und Beratungsangeboten den Heranwachsenden oft berufliche Perspektiven. Unsere neue Online-Plattform ist eine Möglichkeit, diese Lücke zu schließen. Ende Juni gestartet, haben sich bisher mehr als 150 Kolleg*innen aus 11 Ländern angemeldet, um jungen Menschen beim Einstieg ins Berufsleben oder auf ihrem Weg durchs Studium zu helfen.

In Großbritannien ermöglichen Projekte wie Pathways to Banking and Finance und Student to STEMette jungen Menschen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Beide bieten Studierenden digitales Coaching an, um ihnen Karrierechancen im Bank- und Finanzwesen oder in technisch-mathematischen Berufen zu eröffnen. Seit April 2020 unterstützen unsere Kollegen*innen in Zusammenarbeit mit der Wohltätigkeitsorganisation Volunteer Matters junge Menschen in London und Birmingham im Fach Mathematik und bei der Berufswahl. Und unser langjähriges Charity of the Year-Programm setzen wir mit virtuellen Spendenaktionen zugunsten der Einrichtung Hospice UK fort.

In den USA bieten Mitarbeitende zusammen mit StreetWise Partners arbeitslosen und unterbeschäftigten Erwachsenen eine Online-Beratung an, um ihre beruflichen Fähigkeiten auszubauen und ihnen Netzwerke zu eröffnen. Und das digitale Bewerbertraining von Upwardly Global unterstützt hochqualifizierte, arbeitsberechtigte Einwanderer und Flüchtlinge dabei, sich auf die Arbeitssuche in den USA vorzubereiten.

In Indien und Singapur gibt es eine Reihe von Projekten für Kolleg*innen, um sich als Remote-Mentor*in zu engagieren – sei es, dass sie Studierende in Englisch, Mathematik oder Naturwissenschaften unterrichten oder Finanzwissen vermitteln. Zudem beraten sie Studierende, die durch die Pandemie zum Beispiel ihre Praktikumsplätze und Nebenjobs verlieren oder sich um ihre Berufsaussichten sorgen.

Langjährige Initiativen angepasst…

Unsere Born to Be-Jugendprojekte und unsere Made for Good Start-up-Förderprogramme haben wir ebenfalls so ausgerichtet, dass sie den neuen Herausforderungen Rechnung tragen. Im Hinblick auf die massiven Auswirkungen der Pandemie auf die Kreativbranche – Oxford Economics geht davon aus, dass einer von fünf Arbeitsplätzen in der Branche verloren gehen könnte – unterstützen wir auch in diesem Jahr mit den Deutsche Bank Awards for Creative Entrepreneurs kreative Start-ups, die gesellschaftlichen Fortschritt vorantreiben. Die diesjährigen Präsentationen sowie das Juryverfahren wurden jeweils im Internet in Echtzeit übertragen.


Als Reaktion auf neue steuerliche Herausforderungen für gemeinnützige Einrichtungen in den USA hat Youth Inc ein Finanzanalyseprogramm gestartet, um Jugendorganisationen in New York City zu unterstützen. Freiwillige werden mit einer Organisation zusammengebracht, um Einnahmen, Ausgaben und Bargeldpositionen zu modellieren und zu analysieren. In Asien engagieren sich Kollegen*innen in einem Projekt mit der Organisation Ashoka als Mentor*innen für Sozialunternehmen und helfen via Online-Plattformen beim Krisenmanagement. In Deutschland bietet Beyond Crisis, eine Initiative von „Deutschland ‒ Land der Ideen“, eine digitale Plattform für neue Geschäftsmodelle und Ideen, die zeigen, wie aus Krisen Chancen werden.



Das Bildungsprojekt Baut Eure Zukunft (BEZ) ermutigt Schüler*innen, eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Gesellschaft zu übernehmen, indem sie Herausforderungen wie Mobbing und Armut angehen. Angesichts der Schulschließungen haben wir digitale Lösungen für die BEZ-Camps entwickelt und die Unterrichtsmaterialien geändert. Und für „So geht Geld“, unserer Initiative zur finanziellen Bildung, haben wir ebenfalls interaktive digitale Lernmodule entwickelt.

Viele Schritte für mehr Wohlbefinden und höhere Spenden

Ganz neu ist auch die PlusMySteps-Challenge der Deutschen Bank, die derzeit schon in einigen Ländern Kolleg*innen verbindet, die alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten: ihr eigenes körperliches und geistiges Wohlbefinden zu steigern und gleichzeitig unsere lokalen gemeinnützigen Partnerorganisationen zu unterstützen. Wir laden unsere Mitarbeitenden ein, eine bestimmte Anzahl an Schritten zu gehen. Je nach erreichter Anzahl an Gesamtschritten wird eine Spende an eine von Corona betroffene, gemeinnützige Organisation ausgelöst. Es gilt: Je mehr Schritte, desto höher die Spende!

Plus You – Mitarbeiter engagieren sich

Mit unserem Plus You-Programm ermutigen wir unsere Mitarbeitenden weltweit, soziale Projekte persönlich oder durch Spenden zu unterstützen. Im vergangenen Jahr haben sich 25 Prozent der Belegschaft ehrenamtlich in unserem Plus You-Netzwerk mit fast 220.000 Stunden für soziale Projekte engagiert.

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