News 25. Januar 2017

Economy Views: Die Zukunft der Arbeit ist flexibel

Wie werden wir im Jahr 2020 arbeiten? Welche Trends zeichnen sich ab? Margit Lehwalder aus dem Personalwesen der Deutschen Bank spricht darüber, wie rasant sich die Arbeitswelt ändert und wie Unternehmen mit flexiblen Arbeitsmodellen darauf reagieren können.

Digitalisierung, der demografische Wandel und schneller Arbeitsprozesse – das sind die großen Trends, die sich maßgeblich auf den Arbeitsmarkt auswirken werden. „Das Arbeitsumfeld wird anspruchsvoller und komplexer, und der demografische Wandel verändert die Arbeitnehmerstruktur. Dem können wir vor allem mit stärkerer Flexibilisierung begegnen“, erklärt Margit Lehwalder.

Flexible Arbeitsmodelle würden inzwischen von den Arbeitnehmern eingefordert, und zwar von allen Generationen. Die „Generation Y“ erwarte zum Beispiel ein digitales Arbeitsumfeld; den Berufserfahrenen – die sogenannten Professionals – sei wichtig, wie sie Familie und Beruf vereinbaren können, während die ältere Generation der Arbeitnehmer beispielsweise daran interessiert sei, beruflich noch einmal umzusatteln und weniger zu arbeiten. Unternehmen müssten darauf mit flexiblen Angeboten reagieren – zum Beispiel sollten sie von zu Hause aus arbeiten können, in Teilzeit oder sich mit Kollegen eine Stelle teilen (Job Sharing). Bei der Kinderbetreuung könnten Arbeitgeber Betriebskindergärten anbieten oder Betreuungsplätze vermitteln und so Väter und Mütter spürbar entlasten; beim Thema Pflege sei beispielsweise eine zeitweise Freistellung hilfreich, damit sich Mitarbeiter um hilfsbedürftige Familienmitglieder kümmern könnten.

„Neben flexiblen Arbeitsmodellen und technischen Angeboten ändern sich auch die Anforderungen an die Rolle einer Führungskraft“, ergänzt Lehwalder. Die künftige Zusammenarbeit werde agiler, weniger hierarchisch, und Teams würden auf Projektbasis für einige Monate zusammengestellt. Deshalb müsse die Führungskraft der Zukunft viel stärker als Berater und Vorbild agieren und mithelfen, für die jeweilige Lebenssituation ihrer Team-Mitglieder eine gute Lösung zu finden – ohne dabei geschäftliche Belange zu vernachlässigen. So könne das notwendige Vertrauen entstehen, um in virtuellen Teams und mit flexiblen Arbeitsmodellen erfolgreich zusammenzuarbeiten.

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