News 31. August 2021

Jetzt auf zu neuen Perspektiven!

Ohne ehrenamtliches Engagement lassen sich viele soziale Probleme und Herausforderungen der Zukunft nicht lösen. Doch auch soziale Initiativen müssen effizient, wirksam und nachhaltig sein. Der bundesweite startsocial-Wettbewerb vergibt unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ in jedem Jahr 100 viermonatige Beratungsstipendien an Initiativen, die soziale Probleme mit Hilfe von Ehrenamtlichen anpacken. Eine unabhängige Jury wählt 25 Stipendiatenprojekte aus, die es in die Bundesauswahl schaffen. Sieben von ihnen, die Bundespreisträger, erhalten Geldpreise in Höhe von insgesamt 35.000 Euro, um ihre Projekte voranzutreiben und weiter zu entwickeln. Die Deutsche Bank steht dem zukunftsweisenden Wettbewerb bereits im zehnten Jahr treu zur Seite.

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Beratung, Wissen und Austausch

Zu den Bundessiegern des vergangenen Wettbewerbs gehörte das Projekt „Ausbildung statt Abschiebung e.V.“, das junge Menschen, die vor Terror, Gewalt und fehlenden Zukunftschancen geflohen sind, beim Ankommen in Deutschland unterstützt. Felix Winnands, Projektmanager in der Kommunikationsabteilung der Deutschen Bank, hat den gemeinnützigen Verein als Coach beraten. „Wir haben uns konsequent einmal die Woche digital getroffen“, erklärt er den Erfolg des Projekts. Neben ihm gab es – wie bei startsocial üblich – noch einen zweiten Coach. „Mein Tandempartner hat früher bei der Welthungerhilfe gearbeitet und ist heute freier Berater. Unsere Zusammenarbeit war sehr bereichernd und spannend für mich, gerade weil wir Dinge auch mal unterschiedlich gesehen haben“, sagt der Kommunikationsexperte. Die Hauptaufgabe des Coaching-Tandems war, Strukturen im Verein zu professionalisieren und nachhaltig zu etablieren – vor allem im Hinblick auf die Aufgabenverteilung der Ehrenamtlichen. Beratung, Wissen und Austausch – beide Seiten hätten profitiert. „Ich habe viel über die Probleme gelernt, mit denen sich Geflüchtete aber auch die Ehrenamtlichen tagtäglich herumschlagen müssen, aber auch über die Chancen für die Menschen, die sich aus diesem Projekt ergeben“, so Winnands.

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Ein Schlüssel zu vielen neuen Ideen

 Seit 2012 konnten über 1.300 Projekte unter anderem durch das Engagement der Beschäftigten der Bank wachsen und sich nachhaltig weiterentwickeln. „Ihr Wissen ist für unseren Sektor extrem wichtig, weil die sozialen Organisationen sich in einem Bereich bewegen, wo sie selber kein Geld erwirtschaften, aber trotzdem andere überzeugen müssen, in ihre Idee zu investieren“, sagt Dr. Sunniva Engelbrecht, Geschäftsführerin von startsocial e.V. Die Herausforderung für die Coaches und Juroren der Deutschen Bank sei dabei, ihr Wissen in einen anderen Kontext zu transferieren – und dadurch auch für sie völlig neue Perspektiven zu gewinnen. „Oft finden sie es faszinierend, wie viel die Initiativen in kurzen Zeitfenstern bewegen“, sagt Engelbrecht. „Und genau durch diesen Perspektivwechsel nehmen die Coaches auch für sich selbst viel mit.“

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Über den Tellerrand blicken

„Unsere Kolleginnen und Kollegen erhalten Einblicke in Bereiche, mit denen sie sonst wenig Berührungspunkte haben und können gleichzeitig ihr Wissen teilen und Erfahrungen weitergeben“, sagt Alexander Gallas, Leiter des Bereichs Soziale Verantwortung in Deutschland bei der Deutschen Bank. Gerade in Pandemie-Zeiten, in der gewohnte Strukturen wegbrechen und viele Projekte ihre Hilfsangebote umstellen müssen, sei ein verlässliches Engagement besonders wichtig. „Eine Partnerschaft, in der man auch nach zehn Jahren noch glücklich ist, ist die beste Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Zukunft“, sagt Dr. Sunniva Engelbrecht. Sie ist davon überzeugt, dass das Zusammenspiel von Großunternehmen und kleinen sozialen Initiativen bei der Bewältigung von Problemen ein zukunftsweisendes Modell ist. „Wir sind Partner auf Augenhöhe“, sagt sie, „obwohl wir ganz klein sind im Vergleich zu dem, was die Deutsche Bank geschäftlich bewegt.“

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Positiver Beitrag für gesellschaftlichen Wandel

 Und auch einige der ausgezeichneten Initiativen sind über den Wettbewerb hinaus als Projektpartner an der Seite der Deutschen Bank geblieben, darunter der Bundespreisträger „Start with a friend“, der Finalist der Bundesauswahl „Über den Tellerrand“, oder auch die Projekte „Zweitzeugen“ und „Wolfsträne“, die beide mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet wurden. Der startsocial-Wettbewerb ist Teil des Made for Good-Förderprogramms der Deutschen Bank. Seit 2016 profitierten weltweit bereits über 23.000 Sozialunternehmen und mehr als 1,2 Millionen Menschen von Made for Good, das gemeinnützigen Organisationen und Gründern Beratung, Coaching und Zugänge zu Netzwerken und Finanzierungsquellen ermöglicht. Allein im vergangenen Jahr investierten die Beschäftigten der Deutschen Bank mehr als 5.000 Stunden, um gemeinnützigen Organisationen und Sozialgründern in elf Ländern zur Seite zu stehen. Bis 2025 will die Bank weitere 25.000 Sozialunternehmen dabei unterstützen, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.  

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Haben Sie Lust, Coach zu werden? Kein Problem, in der diesjährigen Wettbewerbsrunde können Sie sich noch engagieren: Die Bewerbung läuft bis zum 12. September. Weitere Informationen finden Sie hier.

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